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    Sanierung ohne Mietminderung: Justizministerin plant harte Einschnitte im Mietrecht

    geschrieben am 12. Mai 2011

    Die Bundesjustizministerin hat einen neuen Gesetzesentwurf zur Gebäudesanierung vorgelegt, nach dem Vermieter keine Mietminderung bei Sanierungsarbeiten von Mietern befürchten müssen. Der Entwurf soll Vermieter dazu ermutigen, mehr energetischen Modernisierungsarbeiten vorzunehmen, um somit die Energiesparziele der Bundesregierung voran zutreiben.

    Die Bundesjustizminsterin will mit einem neuen Gesetzesentwurf die Mietrechte mindern.Foto: Siegfried Bellach/ pixelio

    Die Bundesjustizminsterin will mit einem neuen Gesetzesentwurf Mietrechte mindern.Foto: Siegfried Bellach/ pixelio

    Die Klimaschutzziele der Bundesregierung sind klar definiert: Bis 2020 soll der Ausstoß der Klimagase um 40 Prozent gesenkt werden. Einen großen Beitrag dazu sollen Hausbesitzer beitragen, da die energetischen Standards für Wohngebäude um 30 Prozent verschärft werden. Ein Großteil der Gebäude muss dafür allerdings aufwendig und teuer saniert werden. Zahlen werden jedoch wohl auch die Mieter: Die Gebäudesanierungen sollen laut der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) von den Mietern ohne Mietminderung geduldet werden.

    Die Ministerin schlägt vor, dass Vermieter zukünftig Gebäudesanierungen vornehmen können, ohne dass sie mit Mietminderungen der Bewohner rechnen müssen. Mieter dürfen zukünftig ihre Miete bei energetischen Umbauarbeiten für 3 Monate nicht mehr mindern. Der Vermieter muss nach den Aussagen der Bundesjustizministerin lediglich die Bewohner drei Monate vor der Sanierung schriftlich über die Umbauarbeiten in Kenntnis setzen. [mehr » ]



    Zahlungsrückstand: Mietern droht Vorauszahlung

    geschrieben am 5. Mai 2011

    Mieter, die in der Vergangenheit mit Mietzahlungen in Rückstand geraten sind, müssen unter Umständen zukünftige Mieten im Voraus zahlen. Dies geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

    Mieter, die mit ihrer Miete im Verzug sind, müssen zukünftig im Voraus zahlen. Foto: pixelio.de

    Mieter, die mit ihren Mietzahlungen im Verzug sind, müssen unter Umständen zukünftige Mieten im Voraus zahlen.

    Die Karlsruher Richter urteilten, dass Klagen auf Zahlung künftiger Leistungen zulässig sind, wenn der Mieter bereits mehrere Male mit Mietzahlungen in Rückstand geraten ist. Vermieter sollen so sicherstellen können, dass sie bis zur Räumung der Wohnung ihr Geld erhalten.

    Dem Urteil vorausgegangen war ein Streit zwischen Mieter und Vermieter. Weil die Mieter in den Monaten Dezember 2006, Oktober 2007 und September 2008 keine Miete zahlten, kündigte der Vermieter das Mietverhältnis außerordentlich und ohne vorherige Abmahnung. Hinzu kam eine Klage auf Wohnungsräumung sowie eine monatliche Nutzungsentschädigung bis zur tatsächlichen Räumung. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen KW 08-2011

    geschrieben am 27. Februar 2011

    Union plant Verbesserung der Wohn-Riester-Förderungen. Auch wenn die Wohn-Riester-Förderung einige Vorteile verspricht, gibt es dennoch Auflagen, die viele Menschen davon abhalten, sich für Wohn Riester zu entscheiden. Die Union will nun einige Nachbesserungen durchsetzen, um mehr Menschen von dem Erwerb von Immobilien als private Altersvorsorge zu überzeugen. [Welt]

    GSW macht Tempo bei Börsengang. Wie bekannt wurde, plant der Berliner Wohnungskonzern GSW noch vor Ostern seinen Börsengang. Neben der Hapag-Lloyd Reederei wäre die GSW das zweite größere deutsche Unternehmen, was sich in diesem Jahr an die Börse wagt. Allein die Übernahme der GSW durch die „Deutsche Wohnen“ Immobiliengesellschaft könnte den Börsengang noch verhindern. [FTD]

    Wohneigentum wird immer teurer.Einer aktuellen Studie zufolge wird Wohneigentum in Deutschland immer teurer. Vor allem bei Einfamilienhäusern war im Gegensatz zu Eigentumswohnungen ein starker Preisanstieg in den letzten zwei Jahren zu verzeichnen. „Vor dem Hintergrund der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarkts erwarten wir für 2011 einen weiteren moderaten Preisanstieg bei selbstgenutzten Wohnimmobilien“, so Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zu „Focus“. [Focus]

    Bei Schäden durch Dachlawinen haftet der Hauseigentümer. Wie das Landgericht Magdeburg in einem kürzlich beschlossenen Urteil entschied, haften Hauseigentümer für aufkommende Schäden durch Dachlawinen. Ist sich der Geschädigte jedoch der Gefahr bewusst, trägt er eine Mitschuld. Dem Urteil vorausgegangen war die Klage eines Autobesitzers gegen ein Hauseigentümer, von dessen Dach eine heruntergekommene Schneelawine das Auto des Klägers beschädigte. [LTO]

    Bei Mieterhöhungen muss auch der Mieter zustimmen.Selbst wenn die Wohnung Eigentum ist, dürfen Vermieter die Mieten nicht einfach erhöhen, laut BGB (§577) bedarf es dabei der Zustimmung der Mieter. Beide Parteien müssen demnach eine neue Mieterhöhung vereinbaren, jedoch sind Mieter nicht gezwungen, Mieterhöhungen ohne weiteres zuzustimmen. [NTV]



    Immobilien-News und Themen KW 07-2011

    geschrieben am 20. Februar 2011 mit einem Kommentar

    Vermieter oft zu leichtgläubig Bei der Wahl ihrer Mieter sind Vermieter oftmals viel zu leichtgläubig und prüfen nur selten Einkommen oder Schufa-Einträge der Interessenten. Ist der Mietvertrag dann unterschrieben, folgt nicht selten das böse Erwachen. Laut einem Gutachten der Bundesregierung fallen vor allem „Armateur-Vermieter“ immer wieder auf Betrüger und Mietnomaden herein. [Rhein-Main-Zeitung]

    Risikobereitschaft der Immobilien-Anleger wächst. Anstatt weiterhin in langfristig vermietete, hochwertige Topimmobilien zu investieren, versuchen sich Immobilien-Anleger nun verstärkt an riskanteren Objekten. Der Grund warum immer mehr Investoren den sogenannten „Core-Objekten“ den Rücken kehren und ihr Geld eher in risikoreiche Immobilien mit höheren Renditen anlegen, ist das fehlende Angebot der Top-Immobilien. [Handelsblatt]

    Immobilienfonds setzen auf Grünes Wohnen. Als Europas Umwelthauptstadt geht Hamburg mit gutem Beispiel voran, denn in der Hansestadt wurde deutschlandweit der erste geschlossene Green-Building-Fonds gegründet. Dahinter steht das Unternehmen Hesse Newman Capital, welches Investoren die Möglichkeit bietet, ihr Geld in der „grünen“ Siemens Niederlassung Rhein Ruhr direkt am Düsseldorfer Flughafen anzulegen. [Welt]

    Immobilien-Betrüger hinter Gitter. Der Kripo Passau ist es nun gelungen drei mutmaßliche Anführer einer ganzen Bande von Immobilienbetrügern festzunehmen. Bereits zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Passau zwei weitere Männer abgeurteilt. Die angeblichen „Immobilien-Vermittler“ verkauften unter Verwendung falscher Tatsachen ahnungslosen Interessenten viel zu überteuerte Immobilien. Die genaue Schadenssumme wird derzeit noch ermittelt. [Wochenblatt]



    Verwertungskündigung: BGH stärkt Vermieterrechte

    geschrieben am 10. Februar 2011

    Will ein Vermieter einen veralteten Wohnblock abreissen und an dessen Stelle eine neue Wohnsiedlung errichten, darf er die bisher dort lebenden Mieter kündigen. Die Vorraussetzungen einer Verwertungskündigung seien in diesem Falle erfüllt, meint der BGH. Beim Mieterbund stößt das Urteil auf Kritik.

    Der Bundesgerichtshof stärkt die Vermieterrechte

    Der Bundesgerichtshof stärkt die Vermieterrechte

    Der BGH hat die Rechte der Vermieter gestärkt. In einem Verfahren um die Kündigung eines Mietes im Zuge der Abrissmaßnahme eines kompletten Wohnblockes in Hamburg Ried bekam der Eigentümer der Wohnsiedlung höchstinstanzlich Recht. Dieser hatte die Mieter gekündigt, um den Wohnblock abzureissen und an gleicher Stelle einen öffentlich geförderten Neubau zu errichten. [mehr » ]



    Nebenkosten: Nur jeder zweite Deutsche überprüft Abrechnung

    geschrieben am 26. Januar 2011

    Millionen Deutsche zahlen wegen fehlerhafter Nebenkostenabrechnungen zu viel Geld an ihren Vermieter. Doch nur knapp die Hälfte überprüft das Vermieterschreiben eingehend, wie eine repräsentative Umfrage von immowelt ergab.

    Nebenkostenabrechnungen sind ein stetes Ärgernis. Nicht nur, dass Heizung und Wasser immer teurer werden, mögliche Nachzahlungen können ein unerwartet großes Loch in die Haushaltskasse reißen. Auch wird immer wieder gemeldet, dass ein Großteil der Betriebskosten falsch abgerechnet wird, da Vermieter zum Beispiel Kosten umlegen, die sie selber tragen müssen. Umso verwunderlicher ist es, dass offenbar nur knapp die Hälfte der Deutschen die Abrechnung auf Richtigkeit überprüft. [mehr » ]



    Nebenkostenabrechnung darf nachträglich korrigiert werden

    geschrieben am 20. Januar 2011

    Mieter, die Nebenkostenrückzahlung erhalten haben, sollten sich nicht zu früh freuen. Der Vermieter darf die Abrechnung innerhalb eines Jahres korrigieren und eventuelle Gutschriften zurückfordern. Das stellte der Bundesgerichtshof in einem Urteil klar.

    Vermieter dürfen Nebenkostenabrechnung nachträglich korrigieren. Foto: knipseline / pixelio.de

    Vermieter dürfen Nebenkostenabrechnung nachträglich korrigieren. Foto: knipseline / pixelio.de

    Vermieter dürfen die Betriebs- und Heizkostenabrechnung innerhalb der einjährigen Abrechnungsfrist korrigieren, auch wenn dies zum Nachteil des Mieters ist. Dies geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12.01.2011 hervor. Vorausgegangen war ein Streit um eine nachträgliche Korrektur einer Nebekostenabrechnung durch den Vermieter. Dieser buchte eine Gutschrift nach der Abrechnungskorrektur wieder zurück. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen KW 51-2010

    geschrieben am 26. Dezember 2010

    Wohnimmobilienmarkt zeigt sich zweigeteilt. Auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt könnten die Unterschiede nicht größer sein: in teuren Metropolen wie Hamburg oder München ist es scheinbar kaum noch möglich, Wohnraum zu ergattern, der auch noch bezahlbar ist. Dagegen werden in wirtschaftlich schwächeren Regionen Mieter sogar umworben und mit Prämien belohnt.[Handelsblatt]

    Billige Luxusruinen. Besonders in Südflorida sind die Folgen der Immobilienkrise gut zu erkennen, denn an der berühmten „Gold Coast“ zwischen Miami und Palm Beach reiht sich eine leer stehende Luxusimmobilie an dich nächste. Spekulanten reiben sich nun die Hände und erwerben die millionenschweren Häuser und Wohnungen zum Schnäppchenpreis.[Spiegel]

    Viele Vermieter zu sorglos im Umgang mit Mietern. Wie eine Studie der Universität Bielefeld belegt, ist ein Großteil der Vermieter viel zu sorglos im Umgang mit Mietern. Demnach hatten etwa zwei Drittel der Vermieter, die bereits unschöne Erfahrungen mit Mietnomaden gemacht haben, im Vorfeld keine Auskünfte über die Mieter eingeholt. „Viele private und sogar gewerbliche Vermieter“ würden sich „anscheinend immer noch auf ihr Bauchgefühl“ verlassen, so Matthias Weigler, Geschäftsführer der DEMDA Deutsche Mieter Datenbank.[Socialbc]

    Kostenlose Prüfung der Heizkostenabrechnung noch bis 31. Dezember. Kostet eine Prüfung der Heizkostenabrechnung durch Fachleute normalerweise rund 60 Euro, gibt es noch bis Ende des Jahres die Möglichkeit, diesen Service kostenlos zu bekommen. Gefördert wird die “Heizspiegelkampagne” vom Bundesumweltministerium. Interessenten brauchen lediglich einen Gutschein auf der Seite heizspiegel.de auszufüllen und diesen dann zusammen mit der Abrechnung einschicken.[stromvergleich.de]

    Gewerbeimmobilienmarkt: Aufwärtstrend für 2011. Auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt scheint es im neuen Jahr weiter aufwärtszugehen. Vor allem ausländische Investoren sind auf diesem Markt zurückgekehrt und werden vermutlich auch 2011 kräftig in Büro-und Einzelhandelsimmobilien investieren. Besonders der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland in Kombination mit den niedrigem Zinsniveau macht den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt so attraktiv.[ftd]



    Bankbürgschaften als Mietkaution bergen Risiken

    geschrieben am 23. Dezember 2010 mit 2 Kommentaren

    Auch in Deutschland kommt das Modell der Bankbürgschaft als Form der Mietkaution immer mehr in Mode. Stiftung Warentest zufolge birgt diese Methode jedoch sowohl für Mieter, als auch für Vermieter mehr Risiken, als es auf den ersten Blick scheint.

    Bankbürgschaften sind als Mietkaution risikobehaftet

    Bankbürgschaften sind als Mietkaution risikobehaftet

    Die Vorstellung bei der Mietkaution kein Bargeld vorstrecken zu müssen, sondern lediglich eine Bankbürgschaft zu hinterlegen, klingt für viele verlockend. Wie Stiftung Warentest aber in der aktuellen Ausgabe des „Finanztests“ mitteilte, ist dieses Modell der Mietkaution doch sehr risikobehaftet. [mehr » ]



    Sind Mietnomaden ein Phantom?

    geschrieben am 2. Dezember 2010 mit einem Kommentar

    Sind Mietnomaden ein massenhaftes Problem für Vermieter oder lediglich ein Einzelphänomen? Eine Untersuchung der Uni Bielefeld legt den Schluss nahe, dass es zumindest deutlich weniger sind, als angenommen. Vermieterverbände und Mieterbund interpretieren das Ergebnis dennoch gänzlich unterschiedlich.

    Mietnomaden zahlen nicht nur keine Miete, sondern hinterlassen oft verwüstete Wohnungen.

    Mietnomaden zahlen nicht nur keine Miete, sondern hinterlassen oft verwüstete Wohnungen.

    Mietnomaden sind ein ernstes Problem für jeden Vermieter: Sie zahlen keine Miete und hinterlassen, wenn sie denn mal aus der Wohnung sind, oft sanierungsreife Bruchbuden. Das kann für den Wohnungseigentümer im Einzelfall existenzbedrohend sein, ein Massenproblem lässt sich daraus dennoch nicht ableiten, wie die im Auftrag des Bundesbau- sowie des Bundesjustizministeriums durch die Universität Bielefeld erstellte Studie unter dem Titel „Mieterschutz und Investitionsbereitschaft im Wohnungsbau – Mietausfälle durch sogenannte Mietnomaden“ deutlich macht. [mehr » ]