Hamburgs Grenzen sind erreicht

4. Oktober 2008 | von

Die Hansestadt erfreut sich über zahlreiche neue Einwohner – alleine in den vergangenen drei Jahren waren es 33000 neue Bürger – gleichzeitig werden die Wohnung knapp und neue Investoren zögern .

Hamburg ist begehrt wie nie und hat dadurch ein Problem. Es mangelt durchgehend an bezahlbaren Wohnungen, um die Bedürfnisse von Neumietern, vor allem Singles und jungen Familien, gerecht zu werden.

Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter: „Wir kommen nicht an die Zahl von 5000 neuen Wohnungen im Jahr heran, die wir eigentlich benötigen.“ Derzeit werden jährlich nur etwas mehr als 4000 Wohnungen gebaut, geht man davon aus, dass bei 980000 Wohnungen in Hamburg etwa ein Prozent der Objekte aus Altersgründen durch das Wohnungsmarktraster fallen, kann Hamburg den Zuwachs derzeit nicht bewältigen.

So sind für das bis 2020 prognostizierte Bevölkerungswachstum jährlich 6000 bis 8000 Wohnungen nötig, so der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen. „Wir haben einen gut laufenden Markt in Hochpreislagen“, sagt Walter. Doch es gebe „etwas zu wenig Mietwohnungen“, so Walter. Hinzu kommt, dass Investoren zögern, da Grundstücke fehlen und Kosten steigen.

Die Stadt versucht indes gegenzuwirken. Sie hat den Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften Grundstücke an die Hand gegeben, auf denen Wohnraum entstehen soll. „Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen“, sagt der Oberbaudirektor, „wir sind darauf angewiesen, dass Dritte diese Möglichkeiten auch zu nutzen.“


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu Hamburgs Grenzen sind erreicht

  1. StefanL sagt:

    Die Wohnungssuche in Hamburg stellt sich wahrlich als Krampf dar. Alles überteuert und viel zu viele Bewerber für eine Wohnung. Ich bin mir sicher, auch in den nächsten Jahren wird keine Besserung in Sicht sein. Solange das Image stimmt, werden die Preise weiter angezogen.

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