Mieterbund warnt vor Armut

20. November 2008 | von

Der Deutsche Mieterbund DMB warnt davor, dass Wohnungskosten für Hartz IV – Empfänger immer mehr steigen und diese dadurch ihre Miete nicht mehr zahlen können.

Aufgrund der explosionsartig gestiegenen Energiepreise könnten Menschen mit niedrigen Einkommen diese Kosten für die Wohnung nicht mehr tragen, so Sachsen-Anhalts Mieterbundchefin Ellen Schultz. Zwar begrüßt Schultz die Wohngeldreform ab Januar 2009, bei der die Heizkosten in die wohngeldfähigen Aufwendungen mit einbezogen werden, sowie die angekündigten Einmalzuschüsse für das letzte Quartal 2008 – jedoch sieht sie einen erheblichen Verbesserungsbedarf, da dieser Zuschuss nur etwa einem Drittel der Energiekosten, die 2008 auf Mieter zukommen werden, entspricht, so Schultz.

So fordert der Mieterbund die Kommunen auf, höhere Regelbeträge bei den Unterkunftskosten zu ermöglichen. Schultz sagt, dass die warmen Betriebskosten bezahlbar sein müssten, damit Geringverdiener und Hartz IV – Empfänger im Winter nicht im Kalten sitzen müssen. Laut dem Betriebskostenmietspiegel des Mieterbunds für Deutschland haben Mieterhaushalte bereits 2006 durchschnittlich 1,10 Euro pro Quadratmeter und Monat für Heizung und Warmwasser aufbringen müssen. Diese Kosten stiegen in 2007 auf 1,30 Euro und werden für 2008 voraussichtlich auf 1,50 Euro steigen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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