Mietspiegel gilt auch für Einfamilienhäuser

28. November 2008 | von

Erleichterung für alle Vermieter: laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe können Vermieter ab sofort zu Bemessung der Miete von Einfamilienhäusern den örtlichen Mietspiegel anwenden. So kommentiert der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, ein kürzlich gefälltes Urteil des BGH wohlwollend. (Az.: BGH VIII ZR 58/08)

Bisher konnte nach Auffassung der meisten Gerichte keine ortsübliche Vergleichsmiete anhand des kommunalen Mietspiegels begründet werden, da die von den Kommunen erstellten Mietspiegel keine Daten oder Angaben über Einfamilienhäuser enthielten.

Nach dem Urteil des BGH kann in solchen Fällen endlich Klarheit geschaffen werden. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Miete für Einfamilienhäuser im Regelfall höher als die Miete für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sei, daher könne eine Mieterhöhung für ein Einfamilienhaus auch mit dem für die Mehrfamilienhäuser aufgestellten Mietspiegel begründet werden.

Keine Staffelmieten mehr

Dieser für den Hauseigentümer freundliche Richterspruch ist für Mieter insofern positiv, da nun endlich Rechtssicherheit geschaffen wurde. Siebenkotten erklärt: „auf Grund der unklaren Rechtslage bisher haben viele Vermieter in der Vergangenheit Staffelmietverträge für Einfamilienhäuser angeboten, bei denen die alljährlichen Mietpreissteigerungen von Anfang vorgegeben waren. Die ist jetzt nicht mehr erforderlich.“


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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