Miete und Nebenkosten verschlingen über ein Drittel des Einkommens

3. Dezember 2008 | von

Nach einer Berechnung des Immobilienverband Deutschland, IVD, müssen Miethaushalte in Deutschland durchschnittlich circa 35% ihres Nettoeinkommens für die Miete aufwenden. Zu diesem Ergebnis kam der IVD im Rahmen einer Marktbeobachtung in 100 deutschen Städten. Insbesondere in Städten mit einem großen Anteil an Geringverdienern ist die Mietbelastung besonders hoch.

Alte Faustregel gilt nicht mehr

Damit gilt die Faustregel, dass die Wohnungskosten nur ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens ausmachen sollen, in einigen Städten nicht mehr. Insbesondere dort, wo eine hohe Kaufkraft auf eine große Anzahl an Niedrigverdienern wie Studenten und ALG-II Empfängern trifft, ergeben sich hohe Mietbelastungen. So ist zum Beispiel Freiburg, der Spitzenreiter der IVD-Liste, eine wohlhabende Stadt mit ausgeprägtem studentischen Charakter. Um im Breisgau zu Wohnen, muss circa 43,8 % des Nettohaushaltseinkommens für Miete und Nebenkosten ausgegeben werden, während es in Gütersloh gerade mal 24,9% sind.

Betriebskosten sind Preistreiber

Apropos Nebenkosten: Diese sind in letzter Zeit der absolute Preistreiber bei den Wohnkosten und können im Gegensatz zur Miete auch nicht mit einem Wohnungswechsel vermindert werden. Besonders die Heizkosten stiegen in den letzten fünf Jahren mit 38% überdurchschnittlich und machen inzwischen über 40% der Betriebskosten aus.


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