Licht aus – Strom sparen an!

9. Dezember 2008 | von

die GlühbirneDie gute alte Glühbirne wird EU-weit abgeschafft. Die Europäische Kommission verabschiedete gestern in einem Beschluss, dass die Glühbirne ab September 2009 schrittweise vom Markt verschwinden soll. Demnach müssen Verbraucher dann auf Strom sparende Lampen wie Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Lampen umsteigen. Zugleich wird das Umsteigen der Industrie auf derartige Produktionen forciert. Für den Bürger werden zwar die Einkaufspreise für neue Lampen teurer, jedoch sparen Sie am Ende erheblich an Strom und damit bares Geld.

Ein Stromfresser geht in Ruhestand

Die vor 130 Jahren von Thomas Alva Edison erfundene Glühbirne hat somit ausgedient und wird in wenigen Jahren nur noch Teil der Geschichtsbücher sein. Die erste langlebige Kohlefaden-Glühlampe galt damals als eine der größten Erfindungen der Neuzeit, da elektrisches Licht für den allgemeinen Gebrauch geschaffen wurde. Diese Methode ist heutzutage aber ein wahrer Stromfresser: Im Verhältnis zum eigentlich Verbrauch wird nur etwa fünf Prozent der Energie in Licht umgewandelt – der Rest vergeht als Wärme. Für deutsche Haushalte ist die Rechnung beeindruckend: Jeder von uns spart im Jahr durch den Glühbirnenwechsel zehn bis 15 Prozent Strom und 50 Euro Kosten. Und auch der Umwelt wird Gutes getan: wechseln alle Deutschen ihre Lampen aus, rechnen Experten mit einer Minderung des Kohlendioxidaustoßes von jährlich etwa drei Millionen Tonnen.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Geld / Finanzierung abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Licht aus – Strom sparen an!

  1. Gudrun Kopp sagt:

    Von Gurken und Birnen:

    Erinnern Sie sich an die „Sensationsmeldung“, dass die EU-Kommission ihre legendäre Gurkenverordnung, in welcher der Krümmungsgrad von Gurken reguliert wurde, jüngst aufgehoben hat? Die Freude über so viel Bürokratieabbau war kaum verflogen, da wenden sich die Eurokraten mit der Rettung des Weltklimas dem nächsten Megathema zu: Das Glühlampenverbot.
    Spätestens 2012 sollen die Glühlampen in Europa ausgedient haben. Brüssel will mit der Umstellung auf Energiesparlampen eine jährliche Einsparung von 23 Mio. Tonnen Treibhausgasen durch Stromeinsparung erreichen. Eine Annahme, die selbst unter Fachleuten nach wie vor umstritten ist. Hat die EU wirklich keine anderen Sorgen als ein Glühbirnenverbot? Ist ein solches Technikverbot wirklich der effizienteste Weg zu mehr Klimaschutz, wenn in China täglich neue Kohlekraftwerke ans Netz gehen? Wurde die Entsorgung von Energiesparlampen hinreichend berücksichtigt? Und wer außer Osram und Philips profitiert von den deutlich teureren Energiesparlampen?

  2. Adrian Brückner sagt:

    Die EU mag ja wahrlich schon unsinnige Verordnungen erlassen haben, aber das Verbot von Glühbirnen, deren zugeführte Energie zu 85% in ungenutzte Wärme umgesetzt wird, mit dem Krümmungsgrad von Gurken zu vergleichen, halte ich für unsinnig. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

    Manchmal ist es wirklich nötig, die Industrie bzw. die Verbraucher in ein neues Denkenschema zu zwingen.

    Nehmen Sie doch mal die Automobilindustrie als Beispiel. Jahrzehntelang verschlief man die Entwicklung von alternativen Antriebsformen und doktorte unmotiviert an Projekten wie dem Brennstoffzellenantrieb herum. Jetzt, wo große Spritschlucker nicht mehr in Mode ist, stehen auch die deutschen Autobauer dumm da und versuchen hektisch, den Entwicklungsrückstand auf die Japaner aufzuholen.

    Die Einsparungspotentiale der Energiesparlampe sind doch belegt, auch wenn die in ihren Methoden umstittene „Öko-Test“ zuletzt zu einem anderen Ergebnis kam. Und warum sollten wir sämtliche Energiesparpotentiale ungenutzt lassen, bloß weil andere Länder den Klimaschutz mit Füssen treten? Sorry, aber die Argumentation „Die machen das nicht, also machen wir das auch nicht“ ist einer Bundestagsabgeordneten nicht würdig.

    Dass sich die FDP um die Entsorgung ausgedienter Energiesparlampen kümmert, kann ich irgendwie nicht glauben. Was mit alten Brennstäben aus Atomkraftwerken, für die es immernoch keine Endlagerlösung gibt, passiert, schert doch auch niemanden?

    Vielleicht sollte die FDP mal ihre Regulierungsphobie kurieren. Wo das Rezept „Der Markt reguliert sich selber“ hinführt, hat man zuletzt in den USA gesehen.

  3. Jan sagt:

    Klar wird sie abgeschafft! Doch was hat das für einen Sinn? Es sind ja schliesslich noch Millionen von Glühbirnen vorhanden und in Reservere. Außerdem sind die Energiesparlampen doch viel teurer. In meinen Augen ist das nur pure Geldmacherei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.