Einheitliche Mietverträge können falsch sein

16. Dezember 2008 | von

Nutzt der Vermieter bei Abschluss eines Mietvertrags einen „Formularmietvertrag“ oder einen „Einheitsmietvertrag“, so muss dieser nicht unbedingt korrekt sein. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin.

Jeder kennt die Situation: Endlich hat man die perfekte Wohnung gefunden, schon kommen die Verträge auf den Tisch – aber Vorsicht: fast alle Mietverträge enthalten Formulierungen und Regelungen, die nicht rechtens sind. Eine Überprüfung ist angesagt.

9 von 10 Verträgen falsch

Derartige vorgefertigten Mietverträge von Hauseigentümervereinen, Wohnungsunternehmen oder Maklern enthielten laut DMB immer wieder teils nicht wirksame Regelungen – diese sind also nicht nur in selbst geschriebenen Mietverträgen von Einzelvermietern zu finden. Besonderes Fehlerpotential haben hierbei die Vereinbarungen zu Schönheitsreparaturen und Renovierungen. Daneben finden sich auch Makel bei der Wohnungsgröße, Fragen zu Kündigungsfristen oder auch Tierhaltung. Laut Mieterbund enthalten in etwa 90 Prozent aller Mietverträge unwirksame Vertragsklauseln. Nach dieser Rechnung sind in Deutschland mehr als 19 Million geschlossene Mietverträge teilweise falsch, da sie entweder gegen das Gesetz verstoßen oder nach der aktuell gültigen Rechtsprechung die Mieter über Maßen benachteiligen und deshalb nicht wirksam sind.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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