Vermieter kann pöbelnde Mieter rausschmeißen

23. Dezember 2008 | von

Vermieter können ohne Abmahnung Störenfriede im eigenen Haus vor die Tür setzen.

Werden Mieter in einem Haus von einem anderen Mieter immer wieder aufs Übelste beleidigt und durch nächtlichen Lärm belästigt, kann der Vermieter den Plagegeist auch ohne sonst nötige Abmahnung vor die Tür setzen und das Mietverhältnis kündigen. Solch heftige Störungen des Hausfriedens wertet das Landgericht Coburg in einem aktuellen Urteil als „berechtigtes Interesse des Vermieters an der Beendigung des Mietverhältnisses“.

So kann auf eine Abmahnung verzichtet werden aufgrund der Tatsache, dass der pöbelnde Mieter weiterhin mit extremen Beleidigungen um sich schießen wird. In dem zugrundeliegenden Fall ging es um Pöbeleien und Beleidigungen eines Mieters in einem sozialen Brennpunkt. Die Richter sahen es aber als erwiesen an, dass ein vernünftiger Umgang mit anderen Mitmenschen unabhängig vom sozialen Umfeld und Lage zur allgemeinen Rechtspflicht gehört. (AZ: 32 S 85/08.)


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Mieten, Rechtliches abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.