Sparen durch Sanierung

24. Dezember 2008 | von

Für viele Mieter ist es bisher noch kein Thema, doch die Augen vor energetisch sanierten Wohnungen zu verschließen ist zukünftig falsch, denn es kann bares Geld gespart werden.

Auch wenn sich durch eine Sanierung der Wohnung die Kaltmiete erhöht, reduziert sich der Energieverbrauch radikal. Laut einer Berechnung der Deutschen Energieagentur DENA in Berlin liegt der Anteil von Heizung und Warmwasser an der Warmmiete bei energetisch sanierten Wohnungen bei nur rund drei Prozent – im Vergleich: eine unsanierte Wohnung liegt hier bei 22 Prozent. Steigen also die Energiepreise weiter auf dem gleichen Niveua wie bisher, so zahlt der Mieter einer sanierten Wohnung nach sechs Jahren weniger Warmmiete als sein Nachbar in einer unsanierten.

Bereits nach sechs Jahren günstiger

Der Vermieter wird anfangs die Sanierungskosten jedoch teilweise auf die Mieter umlegen ( Elf Prozent der Investitionskosten können als Modernisierungszuschlag ausgewiesen werden) und erhöht damit die Kaltmiete. Unmittelbar nach einer Sanierung würde somit die Warmmiete in einem sanierten Haus höher liegen als in einem unsanierten Nachbargebäude. Eine durchschnittliche 80 qm² Wohnung würde im sanierten Haus etwa 630 Euro warm kosten – 20 Euro davon sind Kosten für Heizung und Warmwasser. Die unsanierte Wohnung wäre anfangs bei 606 Euro noch billiger, allerdings würden sich die Nebenkosten mit etwa 133 Euro deutlich stärker bemerkbar machen. Zehn Jahre später dreht sich der Spieß um, zu diesem Zeitpunkt ist die sanierte Wohnung bereits 40 Euro günstiger als die unsanierte.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

Dieser Beitrag wurde unter Geld / Finanzierung, Mieten, Ratgeber abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.