Das ändert sich im neuen Jahr

28. Dezember 2008 | von

Im neuen Jahr wird vieles anders – und einiges kommt ganz neu: die Bundesregierung hat zahlreiche Neuregelungen beschlossen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Sozialabgaben werden neugeregelt

Der Beitragssatz der Krankenkassen liegt zukünftig bei 15,5 Prozent. Dieser Satz gilt für die knapp 50 Millionen Versicherten bei den bundesweit über 200 Versicherern – somit auch für Rentner. Der ermäßigte Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent. Für alle, die sich mit einer privaten Krankenversicherungversichern könnten, dies aber aus welchem Grund auch immer nicht machen, wird versichern zum Jahreswechsel Pflicht. Neu ist außerdem auch, dass bereits Versicherte in den Basistarif einer anderen Versicherung wechseln können – aber nur vorübergehend bis zum 30. Juni. Wer dies vorhat, sollte einen PKV – Vergleich durchführen, denn erstmals ist es für Privatversicherte möglich, bei einem Wechsel ihre Altersrückstellungen teilweise mitzunehmen.

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt

Der derzeitige Beitragssatz wird zum 1. Januar 2009 von bisher 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent reduziert. Diese Reduzierung gilt befristet bis Juni 2010. Dauerhaft soll der Satz aber auf 3,0 Prozent sinken.

Kindergeld steigt

Familien können sich über mehr Geld freuen: das Kindergeld wird für das erste und zweite Kind um je 10 Euro pro Monat auf insgesamt 164 Euro erhöht. Für ein drittes Kind beträgt die Erhöhung dann 16 Euro und steigt auf 170 Euro. Das gleiche gilt für vier Kinder und mehr – 16 Euro mehr Zuschuss auf dann 195 Euro. Der Kinderfreibetrag steigt auf 3.840 Euro. Somit stehen künftig inklusive dem Betreuungs- und Erziehungsfreibetrag 6.000 Euro pro Kind als Freibetrag ins Haus.

Steuerbonus für Handwerker wird verdoppelt

Besonders für Besitzer einer Immobilie ist dies eine freudige Nachricht: der Steuerbonus für Handwerkerleistungen bei Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen in privaten Haushalten verdoppelt sich. In Zukunft können private Investoren somit 20 Prozent von maximal 6.000 Euro (bisher 3.000 Euro) vom Finanzamt erstattet bekommen.

Erbschaftsteuerreform

Die lang debattierte Erbschaftssteuerreform kommt nun doch pünktlich und bringt frohe Kunde für Immobilienerben: wird nämlich Wohneigentum selbst genutzt, soll dieser künftig von der Erbschaftssteuer befreit sein, wenn Ehepartner oder Kinder in dem vererbten Objekt zehn Jahre lang wohnen bleiben.

Morgen in Teil II: ein Prozentsatz für (fast) alles.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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