Hausverlosung und kein Ende: Stiny will weiterkämpfen

30. Januar 2009 | von

Die Verlosung eines Hauses in Baldham bei München entwickelt sich zu einer interessanten Fortsetzungsgeschichte. Heute meldete sich nun der Hausbesitzer mit einer Stellungnahme zu Wort.

Stinys Idee, das Haus unter 100, aus einem Wissensquiz übriggebliebenen, Teilnehmern zu verlosen, rief nicht nur etliche Medien auf den Plan, sondern auch die für das Glücksspiel in Bayern zuständige Regierung von Mittelfranken. Diese befand sogleich, dass es sich dabei mitnichten um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, sondern um eine Lotterie – und damit verboten ist, schließlich liegt das Glücksspielmonopol beim Staat.

Deadline Donnerstag 16:00, Stellungnahme am Freitag

Stiny bekam die Aufforderung, die Verlosung bis zum gestrigen Donnerstag 16:00 zu beenden, sonst drohe ein Zwangsgeld. Derzeit ruht das Spiel tatsächlich, auf der Homepage winyourhome.de steht zu lesen: „Neuanmeldungen werden vorübergehend nicht angenommen“. Heute veröffentlichte Stiny zudem eine Stellungnahme seiner Anwälting Alice Wotsch zur Pressemitteilung der Regierung Mittelfrankens vom 27. Januar. Darin wird betont, daß es sich nach Stinys Ansicht weiterhin nicht um ein Glücksspiel, sondern ein Geschicklichkeitsspiel handelt, bei dem vor allem „Wissen/Allgemeinbildung, Auffassungsgabe und Reaktionsfähigkeit“ gefordert sei. Zudem erhalten alle 100 durch das Quiz ermittelten „Gewinner“ einen Preis.

Wichtige Fragen weiterhin nicht geklärt

Ob jedoch das Spiel sofort gestoppt wird, sobald 100 Personen die 15 Fragen richtig beantwortet haben und somit Quiz-Sieger sind (unter diesen 100 Personen werden dann die Preise verlost) oder doch eher solange weitergespielt wird, bis das Ziel von 48.000 Teilnehmern erreicht ist, wird aus der Erklärung nicht deutlich. Für den Fall, das aus den mehr als 100 Teilnehmern, die alle Fragen richtig beantwortet haben, lediglich 100 Gewinner gelost werden, ist die Verlosung nach Ansicht des Rechtsanwaltes Dr. Martin Bahr illegal.

Was wird mit den Spieleinsätzen?

Der Fortgang der Verlosung bleibt also weiterhin unklar, beide Seiten beharren auf ihren Standpunkten. Auch das Schicksal der bereits einbezahlten Gelder – jeder Mitspieler musste für ein „Los“ 19 Euro bezahlen – ist bei der derzeitig unsicheren Rechtslage weiterhin nicht geklärt. Laut Stiny dürfen nur die 5.000 bayerischen Mitspieler nicht mehr mitspielen, was die Behörde mit „Glücksspiel ist in Deutschland in allen 16 Ländern erlaubnispflichtig“ kontert; auch eine Rückabwicklung der Einsätze komme für ihn (noch) nicht infrage. Im Moment läuft so anscheinend – so deutet es auch Stinys Kommentar unter unserem Betrag an – alles auf eine gerichtliche Auseinandersetzung hinaus, was vermuten lässt, dass uns die Hausverlosung wohl noch eine Weile beschäftigen wird.


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7 Kommentare zu Hausverlosung und kein Ende: Stiny will weiterkämpfen

  1. thomas57 sagt:

    Das ist eigentlich schade, wenn das Spiel eingestellt werden sollte. In anderen Ländern ist so etwas bereits etabliert. Warum nicht in Deutschland ?
    Hier hat der Staat Angst um seine Pfründe aus dem Monopol.
    Gruß aus dem Norden von
    Thomas

  2. Pingback: Quiz-News.de - Alle Quiz Infos » Blog Archive » winyourhome.de - Neues von der Hausverlosung / Hausquiz

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    Zusätzlich findet Ihr noch News und weitere Informationen rund um das Thema Verlosungen im deutschsprachigen Raum.

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  5. Elisabeth sagt:

    Hallo,
    Ich bin aus Österreich und da ist es noch erlaubt ;)
    Also wer möchte, kann sich auf meine Seite beeilen 123-hausverlosung.at

    LG Elisabeth

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