Wowereit wegen Tempelhof unter Beschuss

2. Februar 2009 | von

Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat es die Tage nicht leicht: seine Entscheidung, der Modemesse „Bread & Butter“ den Zuschlag für die nächsten zehn Jahre das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof für zwei Monate im Jahr zu geben, stößt auf massive Kritik und Widerspruch an allen Ecken und Enden.

CDU-Fraktionschef Frank Henkel kritisiert vor allem das Chaos bei der Nachnutzung des Geländes, das durch den Alleingang Wowereits entstanden ist. Die FDP moniert, dass andere Pläne verhindert wurden, obwohl die Anlage nur zweimal jährlich genutzt wird. Unter anderem hatten die Filmstudios Babelsberg ein Konzept für einen „Filmhafen“ vorgelegt, dass nun offiziell als „gescheitert“ gilt, da eine Mischnutzung von Messe und Filmproduktion nicht möglich sei – der Film „prêt-à-porter“ aus den 90ern spricht da leider dagegen. Zudem würde der geplante Filmhafen keinerlei öffentliche Gelder beanspruchen, ganz im Gegenteil zu der Modemesse, bei der mit hohen Subventionierungen zu rechnen sei.

Von Seiten der Fraktion die Grünen fordert Fraktionschef Volker Ratzmann eine umfassende Aufklärung. Laut seiner Aussage, könne man so, wie das Vergaberecht gelafuen ist, sich das selbige „gleich in die Haare schmieren“.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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