Wertverlust bei US-Immobilien beläuft sich auf 3300 Milliarden Dollar

5. Februar 2009 | von

Die Lage auf dem amerikanischen Immobilienmarkt ist weiter katastrophal. Der Preisverfall nach dem Platzen der Immobilienblase beläuft sich bei privaten Hausbesitzern inzwischen auf gigantische 3,3 Billiarden US-Dollar – und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

Der Immobiliendienstleisters Zillow.com errechnete, daß der durchschnittliche Wert eines Eigenheims im vergangenen Jahr um 11,6 Prozent auf 192.119 Dollar gesunken ist, alleine im letzten Quartal des Jahres 2008 haben die Häuser 1,4 Billionen Dollar an Wert verloren. Zudem übersteigen bei jedem sechsten Hausbesitzer die Hypotheken inzwischen den Immobilienwert, sodass eine Zwangsversteigerungswelle droht. Nach Angaben des Dienstleisters Realtytrac wurde in 2008 für 2,3 Millionen Immobilien eine Zwangsvollstreckung veranlasst.
Stan Humphries, Vizepräsident von Zillow.com, malt in einem Interview ein düsteres Bild von der Zukunft: „Es sei kaum abzuschätzen, wann eine Bodenbildung am Immobilenmarkt eintreten könne, es ist wie ein fahrender Zug, der abwärts rollt und an Geschwindigkeit gewinnt.“ Der amerikanische Marklerverband National Association of Realtors sieht dagegen ein Licht am Ende des Tunnels, da im Dezember dank der niedrigen Hypothekenzinsen mehr Hauskäufe abgemacht wurden als gedacht. Jetzt fehle nur noch das Kapital für den Häusermarkt. Ob die angeschlagenen Banken das Geld bereitstellen, scheint allerdings fraglich.


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