Offener Streit um Luxushotel Heiligendamm

6. Februar 2009 | von

Um das Luxushotel Heiligendamm ist ein offener Streit entfacht – die Hotelkette Kempinski hat den laufenden Managementvertrag fristlos gekündigt, nun schlagen die Eigentümer des Hauses zurück und werfen Kempinski Missmanagement und Imageschädigung vor.

Stein des Anstoßes war laut Aussage der Eigentümer die Vermarktung des Hotels über Tschibo zu Billigpreisen. Dies hätte nicht dem Ruf eines Spitzenhotels entsprochen und viele Gäste gestört. Desweiteren sei es der Hotelkette nicht möglich gewesen, in den letzten sechs Jahren den geplanten wirtschaftlichen Erfolg nur im Entferntesten zu erreichen, so der Eigentümer. Über mangelnde Medienpräsenz konnte sich das Prestigeobjekt am Heiligendamm jedenfalls nie beklagen. Bereits kurz nach Übernahme durch Kempinski wurde das Grand Hotel mit Argusaugen von der weltweiten Fachpresse beobachtet, schließlich sollte hier so etwas wie ein „Adlon am Meer“ entstehen. Selbst die weltweite Berichterstattung zu dem im Jahre 2007 im Grand Hotel gastierenden G8-Gipfel konnte dem Haus scheinbar nicht den gewünschten Schub geben und entsprechend profitabel umgewandelt werden.

Der Eigentümer möchte das Hotel zukünftig selbst vermarkten – eine eigene Internetadresse fehlt dem Haus derzeit allerdings noch. Sicher ist nur eins: mit Billigangeboten bei Tchibo ist jetzt erstmal Schluss.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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