Überhöhte Maklerprovision: lange Rückforderungsfrist für Mieter

7. Februar 2009 | von

Hat ein Mieter eine überhöhte oder zu Unrecht gezahlte Maklerprovision entrichtet, so kann er als Geschädigter diese Provision bis zu drei Jahre nach Vertragsabschluss zurückfordern. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin.

Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt demnach erst nach Ablauf dieser drei Jahre. Laut Wohnungsvermittlungsgesetz kann ein Makler keinen Provisionsanspruch geltend machen, wenn er gleichzeitig Eigentümer, Vermieter, Verwalter oder Mieter der von ihm zu vermittelten Wohnung ist. Des Weiteren müssen Mieter nur Provision zahlen, wenn die Arbeit des Maklers zum Erfolg geführt hat und er entsprechend eine Wohnung vermitteln konnte. Sollte ein Makler mehr als zwei Monatsmieten als Provision verlangen, so verstößt er gegen das Gesetz: es gilt für alle Makler die Obergrenze von maximal zwei Monatsmieten der fraglichen Wohnung. Nur diesen Betrag darf er in Rechnung stellen – ohne Vorauszahlungen für Heizungs- oder Betriebskosten, aber mit der gesetzlichen Mehrwertsteuer.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Mieten, Rechtliches abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.