Konzepte gegen Leerstand bei Gewerbeimmobilien

14. Februar 2009 | von

Bei der Suche nach einem neuen Mieter kann die Selbstvermarktung von gewerblichen Objekten die besten Erfolge bringen – wenn sie richtig umgesetzt wird. Ein Gastkommentar von Tim Ehling.

Oft fragen sich Eigentümer, warum gerade ihre Gewerbeimmobilie leersteht. Meist liegt das Leerstands-Problem an einer mangelhaften Verbindung von Konzept und Vermarktung, denn ein gutes Konzept bringt nichts ohne die richtige Vermarktung und eine gute Vermarktung ist wertlos ohne das richtige Konzept.

Die Suche nach dem richtigen Konzept

Ein geeigneter Startpunkt auf der Suche nach dem richtigen Konzept ist meist ein Blick auf bestehende Anmietungen. Häufig findet man dabei eine bestimmte Richtung, aus der die bisherigen Mieter kamen, und einen Grund, weshalb es ihnen in Ihrem Objekt besonders gut gefallen hat. Allerdings lässt es sich nicht pauschal klären, wofür eine Gewerbeimmobilie geeignet ist, denn individuellen Besonderheiten müssen beachtet werden, bevor sie in das Konzept einfließen können.

Die Lage ist entscheidend

Zu den grundlegenden Eckpfeilern eines Konzeptes gehört der Standort der Immobilie. Sie ist entscheidend für die Art von Unternehmen, die sich in der Gegend niederlassen. Deshalb sollte nach fehlenden Vorraussetzungen gesucht werden, die verhindern, dass andere Mieter für das Gewerbeobjekt gewonnen werden können.

Mithilfe regionaler Immobilienanbieter lässt sich zudem herauszufinden, welche Art von Flächen in der eigenen Region besonders häufig nachgefragt wird. Für die meisten Städte gilt, daß kleinteilige Büroflächen besonders begehrt sind. Aber auch andere Flächen werden je nach Region und Lage häufiger nachgefragt, was bei der Erstellung eines Nutzungskonzeptes berücksichtigt werden sollte.

Das Konzept erfolgreich vermarkten

Ist das passende Konzept für die eigene Gewerbeimmobilie gefunden, muss dieses im Anschluss erfolgreich vermarktet werden. Klassisch und meist teuer ist die Print-Anzeige, aber auch passende Inserate bei den bekannten Immobilienbörsen sollten testweise geschaltet werden.

Auch ein Hinweis an der Immobilie selber darf nicht fehlen. Befindet sich das Objekt an einer gut gelegenen Verkehrsader, darf dies auf keinen Fall ungenutzt bleiben. Ein gut sichtbarer Hinweis auf freistehende Flächen hilft dem potenziellen Mieter, Sie zu finden. Ebenfalls wichtig ist eine direkte Ansprache von Unternehmen aus dem Umfeld des Objektes, die in das Nutzungsprofil fallen. Häufig wollen Unternehmen ihren Standort nicht verlassen und suchen sich in der direkten Umgebung eine neue Fläche. Bietet die Stadt einen Informationsservice für Unternehmen über Objekte und freie Flächen, dann sollten Sie sich dort anmelden. Auch die Beauftragung eines Maklers kann eine gute Entscheidung sein, bieten Sie beispielsweise eine innenliegende Provision bei erfolgreicher Vermittlung an.

Bei allen Vermarktungsaktivitäten ein gewisses Durchhaltevermögen entscheidend. Gewerbeflächen werden in der Regel nicht von Heute auf Morgen vermietet, insbesondere bei Objekten mit mehreren leerstehenden Flächen sollte für die Vermarktung einiges an Zeit eingeplant werden.

Über den Autor: Tim Ehling ist Unternehmer aus Hamburg. Er entwickelt unter Gewerbeimmobilien.com ein Angebot, dass Eigentümern, Maklern und Verwaltern bei der Gewinnung von Miet- und Kaufinteressenten helfen soll.


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