Pfandbriefe vor Comeback?

16. Februar 2009 | von

Der Pfandbriefmarkt beginnt sich nach Ansicht des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) wieder zu beleben. Zuletzt wurden durch Postbank und LBBW zwei sogenannte „Jumbo-Pfandbriefe“ im Umfang von jeweils mindestens einer Mrd. Euro am Markt platziert. Aus immobilienwirtschaftlicher Sicht sind das gute Nachrichten.

Nach Ansicht des Institut der Deutschen Immobilienwirtschaft e.V. (iddiw) gehören die Pfandbriefe als besonders abgesichterte Form der Anleihe zu den wichtigen Eckpfeilern für die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Finanzsystems. In einer Studie des iddiw in Zusammenarbeit mit dem Real Estate Management Institute der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel fordern die Wissenschaftler eine Stärkung dieses erprobten Refinanzierungsinstrumentes und die Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes. Zudem müsse der Kreditgeber auch nach der Verbriefung der Kredite in die Verantwortung genommen werden und am Ausfallrisiko teilhaben.

„Einen Selbstbehalt des Emittenten in Höhe eines pauschalen Prozentsatzes des gesamten Emissionsvolumens zu fordern, würde der Markt wohl kaum verkraften.“, so Professor Rottke, wissenschaftlicher Leiter „Executive des MBA Real Estate“ und Gründungsmitglied des Real Estate Management Institute an der EBS. Vielmehr sei es sinnvoll, „den Selbstbehalt eines bestimmten Prozentsatzes des Ausfallrisikos zu fordern“.

Zudem wird von einer Verlängerung der staatlichen SoFFin-Garantien für Bankanleihen auf fünf Jahre abgeraten. Eine Garantieausweitung würde sowohl Pfandbriefen als auch anderen markteigenen Refinanzierungsarten schaden.


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