Das Kanzleramt ist reif für eine Sanierung

10. März 2009 | von

Angela Merkel bleibt derzeit wirklich nichts erspart. Nicht nur sinkende Umfragewerte lassen die Bundeskanzlerin frösteln, auch im Kanzleramt weht derzeit ein eisiger Wind – das Blockheizkraftwerk des Gebäudes ist defekt. Auch an weiteren Bundesgebäuden zeigen sich erste Baumängel.

Gerade mal zehn Jahre nach dem Umzug nach Berlin gibt es die ersten ernsten baulichen Mängel an Gebäuden des Bundes. So liefert das unter Umweltaspekten vorbildlich mit Pflanzenöl betriebene Blockheizkraftwerk des Kanzleramtes nach einem Bericht der Berliner Zeitung derzeit weder Strom noch Wärme. Damit die Bundeskanzlerin und ihre Entourage nicht im Dunkeln frieren müssen, wird der Strom über das normale Netz bezogen und die Heizung mit herkömmlicher Kesseltechnik betrieben.

Weitere Mängel zeigten sich zudem an der Dachverglasung der Wintergärten und an der Sprinkleranlage. Nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Thomas Steg ist die Regierungsarbeit nicht beeinträchtigt, die Sanierungsarbeiten seien aber bereits für dieses Jahr geplant. Am Hauptgebäude des Kanzleramtes wird unterdessen erst im nächsten Jahr gebaut, dort sollen Probleme an der Lüftungstechnik behoben werden. Ob Fördergelder der staatlichen KfW zur energetischen Sanierung benötigt werden, ist derzeit noch nicht sicher…

Mängel zeigen sich auch an anderen Bauten des Bundes. Besonders betroffen ist das Gebäude des Bauministeriums, daß im Jahr 1999 für 45 Millionen Euro errichtet wurde und nun für über 36 Millionen Euro saniert werden soll. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…


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4 Kommentare zu Das Kanzleramt ist reif für eine Sanierung

  1. Adrian Brückner sagt:

    Nach nicht mal 10 Jahren schon kaputtregiert. So schnell hat das nicht mal Helmut Kohl mit der BRD geschafft.

    Aber immerhin kann die Regierung die Sanierung als Konjunktur- und Arbeitsplatzsichernde Maßnahme verkaufen. Und das Bauministerium heißt ganz sicher nicht ohne Grund so…

    Ja, und Probleme mit der Lüftungsanlage im Kanzleramt? Soso… könnte es daran liegen, daß dort einfach zu viel heiße Luft produziert wird. Mich würde es nicht wundern.

    Das waren echt noch gute Zeiten damals, da wurde noch ordentlich gebaut. In Bonn zum Beispiel, wo Gerhard Schröder noch am Zaun rütteln konnte, ohne daß der gleich auseinanderfiel. Oder der Reichstag in Berlin, der ist auch nicht gleich beim kleinsten Luftangriff zusammengebrochen. Schlimme Zeiten sind das.

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  3. Aha, das muss ich mir dann aber noch einmal etwas genauer anschauen.

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