Experte fordert massives Umdenken bei Stadtplanung

23. März 2009 | von

Für Familien könnte es in deutschen Großstädten deutlich eng werden, eine familiengerechte Wohnung zu ergattern, wenn sich das aktuelle Stadtbild deutscher Metropolen nicht massiv ändern sollte. Davor warnt der Leiter des Lehrstuhls Stadtplanung der Technischen Universität Kaiserslautern, Professor Gerhard Steinebach.

In den Augen des Professors müssten sich Städte verstärkt darauf konzentrieren, heruntergekommene Hochhäuser abzureißen, um damit neuen Raum für Einfamilienhäuser zu schaffen. Somit könne man junge Familien in der Stadt halten und vor einer Stadtflucht bewahren, andernfalls drohe den Städten „eine noch stärkere Überalterung der Bevölkerung mit all den finanziellen Konsequenzen“, so der Forscher.

Gerade für junge Familien sei es heutzutage nicht mehr rentabel, innerstädtisch ein Haus zu bauen, daher wandern viele ins Umland ab und bauen dort aufgrund von günstigeren Bauland, weniger Lärm und anderer Vorteile ihr neues Domizil. Nach Aussage des Gelehrten würden im Alter diese Menschen wieder in die Stadt ziehen, da wichtige Wege zu Behörden und Ärzten kürzer wären und mitunter auch der Unterhalt des Hauses zu mühsam geworden ist.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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