Mieterbund warnt vor neuem Gagfah-Management

25. März 2009 | von

Nach der Absetzung des bisherigen Gagfah-Chefs, Burkhard Drescher, sieht der Deutsche Mieterbund (DMB) in der Neubesetzung der Führungsspitze einen gefährlichen Kurswechsel und warnt vor Gefahren für die rund 180.000 deutschen Mieterhaushalte.

Das zum US-Finanzinvestor Fortress zählende Unternehmen Gagfah ist Deutschlands zweitgrößter Vermieter und begibt sich durch den vollzogenen Stellenwechsel laut DMB in Berlin in gefährliche Gewässer. Der Präsident des Mieterbundes, Dr. Franz-Georg Rips, sieht in dem Führungswechsel nun „das wahre Gesicht“ des amerikanischen Investors und befürchtet, dass es bei Gagfah ab sofort „nur noch um Renditen“ gehen wird. Für die knapp 200.000 Mieterhaushalte, die von Gagfah in Deutschland verwaltet werden, sieht Rips schwarz: „Ihnen drohen Mieterhöhungen, Wohnungsverkäufe sowie drastische Einsparungen bei Modernisierungen und notwendigen Instandhaltungen.“

Gagfah verliert sozialpolitische Kompetenz an der Spitze

Nach Meinung des DMB verliert Gagfah die wohnwirtschaftliche und sozialpolitische Kompetenz an der Führungsspitze. Das vom Mehrheitseigner Fortress neu eingesetzte Management wird in erster Linie Renditen der US-Anleger sichern und optimieren und sich nicht mehr um die Sorgen der deutschen Mieter kümmern. Die Gagfah verlor angesichts der anhaltenden internationalen Krise rund 87 Prozent ihres Aktienwertes. Fortress hilft dem Unternehmen seit Jahren mittels günstigen Krediten bei der Wohnbaufinanzierung neuer Objekte. Bisher pumpten die Amerikaner geschätzte fünf Milliarden Euro in die Finanzierung der Gagfah-Objekte.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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