Baugewerbe erleidet Auftragseinbruch im Januar und ist dennoch vorsichtig optimistisch

25. März 2009 | von

Das Baugewerbe bekommt die schlechte wirtschaftliche Lage deutlich zu spüren – im Januar brachen die Auftragseingänge dramatisch ein. Dennoch ist man beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe vorsichtig optimistisch.

Auch das Baugewerbe bleibt von den negativen Folgen der Wirtschaftskrise nicht verschont. Obwohl insbesondere das Konkunkturpaket der Bundesregierung die Nachfrage im Baugewerbe stabilisieren soll, brachen die Aufträge des Bauhauptgewerbes im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,4 Prozent ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist vor allem der Hochbau mit einem Rückgang um 30,9 Prozent betroffen, während der Auftragseingang im Tiefbau um 16,8 sank.

Die schlechte Auftragslage bekommen auch die Angestellten der Baubetriebe zu spüren, deren Anzahl im Vergleich zum letzten Jahr um etwa 10.000 abnahm. Insgesamt arbeiten noch knapp 671.000 Menschen in den Hoch- oder Tiefbaubetrieben.

Nachfrage zieht seit Februar an

Für den Februar sehen die Zahlen aber bereits wieder deutlich besser aus. „Die Nachfrage ziehe seit Februar deutlich an“ erklärte Andreas Geyer vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe in der „Thüringer Allgemeinen“. Zudem erhoffe er sich, dass die Mittel aus dem Konkunkturpaket im Sommer Wirkung zeigen. Dennoch sei das Schlimmste noch nicht überstanden. „Erst im Sommer entscheidet sich, wie dieses Jahr ausfällt“, so der Wirtschaftsexperte.

Hochtief mit Rekordergebnis

Der Baukonzern Hochtief wagt dagegen schon eine Prognose für das Jahr 2009. Nachdem Hochtief seinen Gewinn nach Steuern im vergangenen Jahr gegenüber 2007 um 24,4 Prozent auf 175,1 Millionen Euro steigern konnte und auch der Umsatz mit einem Zuwachs von 16,1 Prozent kräftig stieg, erwartet der Baukonzern für 2009 ein ähnliches Ergebnis vor Steuern sowie beim Gewinn. Lediglich bei Auftragseingang, -bestand und Umsatz werde es Einbußen geben.


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Ein Kommentar zu Baugewerbe erleidet Auftragseinbruch im Januar und ist dennoch vorsichtig optimistisch

  1. Bilanz-Blog sagt:

    In dem Baugewerbe ist die Auftragslage tatsächlich aktuell sehr kritisch. Viele kleine Unternehmen haben aktuell keine Arbeit.

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