Eigenheimbau ohne Ärger: die richtige Versicherung ist entscheidend

4. April 2009 | von

Jeder, der schon einmal ein Haus gebaut hat, weiß, dass der Traum vom Eigenheim nicht ohne Komplikationen zu bewältigen ist. Um diese Ärgernisse möglichst gering zu halten, sollte man sich frühzeitig um die richtige Versicherung kümmern. Diese erspart so manche Aufregung.

Mit dem Erwerb eines Grundstücks kommt automatisch die Frage nach der richtigen Haftpflichtversicherung auf. Bauherren haften für jeden Schaden, der von ihrem Baugrundstück ausgeht. So bewahrt zum Beispiel ein Warnschild „Betreten verboten“ für eine ausgehobene Baugrube nicht vor möglichen Schadensersatzansprüchen. In diesem Fall hilft eine sogenannte Bauherrenhaftpflichtversicherung. Diese übernimmt den Schadensersatz und kümmert sich auch um unberechtigte Schadensersatzansprüche.

Versicherer vergleichen

Desweiteren wird der Häuslebauer mit einer Feuer-Rohbauversicherung konfrontiert. Diese gibt es bei verschiedenen Versicherern beitragsfrei in Kombination mit der Wohngebäudeversicherung. Bauherren sollten daher diverse Angebote einholen und vergleichen. In Sachen Hilfe durch Verwandte oder Freunde gilt: da die Verwandtschaft einen Gefälligkeitsdienst leistet, somit nicht als „normaler“ Angestellter auf der Baustelle agiert, greift die gesetzliche Unfallversicherung des Bauherren nicht bei etwaigen Unfällen von Verwandten. Dies geht aus einer Urteilsverkündung des Düsseldorfer Sozialgerichts hervor. (AZ.: S 6 U 119/06)

Insolvenz des Baupartners vermeiden

Als Bauherr sollte man die Bauleistungsversicherung in Anspruch nehmen. Diese ersetzt Schäden, die durch nicht vorhersehbare Ereignisse entstehen. So zum Beispiel Diebstahl von fest mit dem Objekt verbundenen Teilen, also eine Dachrinne, oder aber auch Beschädigungen des Hauses durch Fremde. Auch Konstruktions- und Materialfehler sowie Schäden von unachtsamen Bauarbeitern fallen unter den Versicherungsschutz.

Ein weiteres unschönes Ereignis ist die eventuelle Insolvenz des am Bau beteiligten Bauunternehmens. Dagegen hilft, sich vor Auftragsvergabe vom Bauunternehmer schriftlich bestätigen zu lassen, dass dieser eine Baufertigstellungsversicherung abgeschlossen hat. Kann er dem Bauherrn diese vorlegen, so gilt als ziemlich sicher, dass das Unternehmen ausreichend solvent ist, da der Versicherung eine Bonitätsprüfung zu Grunde liegt. Legt der Baupartner eine Fertigstellungsbürgschaft einer Bank vor, so ist die Baufertigstellungsversicherung nicht nötig.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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