Umtausch von Wandelanleihen soll Immofinanz den Kopf retten

7. April 2009 | von

Die österreichische Immofinanz-Gruppe versucht mit einem Umtauschangebot von Wandelanleihen ihr Eigenkapital aufzustocken und somit der drohenden Insolvenz zu entfliehen.

Sollte dieser Plan umgesetzt werden, würden derzeitige Gläubiger der bestehenden zwei Wandelanleihen auf mehr als 50 Prozent des Nennwertes der bestehenden Anleihen verzichten. Die beiden Wandelanleihen umfassen ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro und sollen nun gegen eine neue Anleihe in Höhe von 600 Millionen Euro eingetauscht werden. Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens könnten Anleger, die sich für einen Tausch entscheiden, mit einer kürzeren Laufzeit des Papiers sowie einer höheren Rendite rechnen.

Das Unternehmen garantiert die Rückzahlung sowie Zinserträge der Anleihe durch die Tochtergesellschaft Immoeast. Laut Angaben des Unternehmens versuche man durch diesen Tausch an frisches Eigenkapital zu kommen und die Fremdverschuldung einzudämmen. Laut Berechnungen von Immofinanz würden sich bei einer vollständigen Annahme des Angebots die bestehenden Verbindlichkeiten um 850 Millionen Euro verringern und das Eigenkapital um bis zu 825 Millionen Euro erhöhen.

Die Immofinanz-Gruppe geriet durch die weltweite Finanzkrise extrem unter Druck und musste innerhalb des vergangenen Jahres rund drei Milliarden Euro an Verlusten hinnehmen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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