Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verkauft Wohnungsgesellschaft

10. April 2009 | von

Wieder geht eine Wohnungsgesellschaft über den Tisch: Die Gewerkschaft ver.di trennt sich von ihrer Beteiligung an der Dawag. Die Mieter und Angestellten können aber aufatmen. Der Käufer ist keine Heuschrecke, für Mitarbeiter und Mieter wurde eine Sozialcharta vereinbart.

Wie ver.di am Donnerstag in Berlin mitteilte, wird die Meravis GmbH neuer Eigentümer der Deutschen Angestellten-Wohnungsbau-Aktiengesellschaft (Dawag), der deren Bestand knapp 6.000 Wohnungen gehören. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Gesellschafter der Meravis ist der Sozialverband Deutschland.

Die Meravis verdoppelt damit seinen Bestand auf etwa 13.000 Wohnungen. In einer Pressemitteilung verdeutlichte der Präsident des Marvis-Gesellschafters Sozialverband Deutschland, Adolf Bauer: „Der Kauf ist ein Signal, dass der Wohnungsmarkt nicht den ‚Heuschrecken’ überlassen bleibt, die auf kurzfristige Rendite setzen“. Soziale Verträglichkeit und wirtschaftliche Erwägungen seien sehr wohl miteinander in Einklang zu bringen. Vor Kurzem noch warnte der Mieterbund vor Mieterhöhungen und dem Zurückfahren von Investitionen bei Wohnungsbeständen von US-Investoren.

Eine vereinbarte Sozialcharta soll Mieter und Mitarbeiter unter anderem vor betriebsbedingten Kündigungen schützen.


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