Wüstenrot übernimmt Bauspar-Tochter der HypoVereinsbank

14. April 2009 | von

In der Bausparbranche bahnt sich ein großer Deal an: die Wüstenrot Bausparkasse AG will die Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) übernehmen, um ihre Marktposition zu stärken. 500.000 Kunden wären betroffen.

Damit der Kaufertrag unterzeichnet werden kann, muss allerdings erst noch das Kartellamt zustimmen. Alexander Erdland, Chef der Wüstenrot-Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) betonte deshalb, dass mit der beabsichtigten Übernahme „die älteste deutsche Bausparkasse jetzt eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Bausparbranche spielen wird“.

Die HypoVereinsbank, derzeit 70prozentiger Eigner der VVB, will sich nach eigenen Aussagen zufolge von Töchtern außerhalb ihres Kerngeschäfts trennen. Stattdessen sollen in den HVB-Filialen zukünftig Bausparverträge von Wüstenrot verkauft werden. Auch bei der ERGO-Versicherungsgruppe, dem zweiten Anteilsinhaber der VVB, sollen demnächst Wüstenrot-Produkte vertrieben werden.

Derzeit ist die Wüstenrot mit knapp 6 Millionen Kunden und einer Bausparsumme von zehn Milliarden Euro die drittgrößte Bausparkasse Deutschlands hinter Schwäbisch Hall und BHW. Mit dem Zukauf der VVB würden 500.000 Kunden mit einer Bausparsumme von knapp einer Milliarde Euro hinzukommen.


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