Mieter darf Wohnungsbesichtigungen nicht verbieten

15. April 2009 | von

Vermieter haben das grundsätzliche Recht, dreimal im Monat für je 30 bis 45 Minuten eine Wohnung zu besichtigen, die zum Verkauf oder zur Weitervermietung angeboten wird. Laut Deutschem Mieterbund haben Mieter demnach nicht das Recht, diese Besuche zu verbieten.

Der DMB beruft sich dabei auf ein aktuelles Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main (Az.: 2/17 S 194 01). Der Vermieter muss sich bei seinen Besichtigungen ebenfalls an einige Regeln und gesetzliche Vorgaben halten. So kann er laut DMB einen Architekten oder Sachverständigen mitbringen, darf aber nicht „eine Vielzahl an Personen“ zu seinem Termin mitnehmen.

Sollte der Vermieter während seines Aufenthaltes in der Wohnung Fotos von den Zimmern und Räumlichkeiten machen, verstößt er ebenfalls gegen das Gesetz. Er ist nicht befugt, ohne Erlaubnis des Mieters, Fotos von der Mietsache zu machen. Mieter wiederum dürfen vom Vermieter und etwaigen Kaufinteressenten nicht fordern, dass diese sich die Schuhe während der Besichtigung ausziehen. Allerdings haben Mieter das Recht, von den Besuchern das Überstreifen von Filzpantoffeln oder Überschuhen aus Plastik oder Stoff zu fordern.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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