Hypo Real Estate weiter tief in den roten Zahlen

5. Mai 2009 | von

Nach dem Ablauf des Übernahmeangebotes von 1,39 Euro pro Aktie am Montagabend, hat der seit Monaten schlingernde Immobilien-Finanzierer heute seine Quartalszahlen präsentiert. Diese fallen zwar nach wie vor schlecht aus, aber nicht ganz so mies, wie von Experten befürchtet.

Nach Angaben des Unternehmens beliefen sich die Verluste im ersten Quartal des Jahres 2009 auf 406 Millionen Euro vor Steuern, nachdem vor wenigen Tagen noch über ein Minus von bis zu 500 Millionen spekuliert wurde. Im Vergleichsquartal des Vorjahres verdiente die Bank noch 190 Millionen Euro vor Steuern, eher die Finanzkrise ein großes Loch in die Kasse der HRE riss. So beliefen sich die Verluste der Bank im gesamten Jahr 2008 auf fünf Milliarden Euro und machten ein stützendes Eingreifen des Staates notwendig, um den Kollaps des Geldinstitutes zu vermeiden.

Unterdessen lief am gestrigen Montagabend das Übernahmeangebot des Bundes von je 1,39 Euro pro Aktie aus. Endgültige Zahlen, wie viele Aktionäre das Angebot angenommen und ihre Aktien an die SoFFin verkauft haben, werden erst am Donnerstag veröffentlicht. Mittlerweile wurde aber bekannt, daß der Bund bereits knapp 41 Prozent der Aktien der Münchener Hypotheken- und Pfandbriefbank hält.

HRE-Großinvestor Flowers hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, seine Anteile behalten zu wollen und gegen eine Enteignung durch den Bund zu klagen.


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