Wohnungsbau: Hamburger Senat will Weichen stellen

6. Mai 2009 | von

Seit vielen Jahren leidet die Hansestadt unter einem Mangel an Wohnungen. Die Boomjahre und eine zunehmende Anzahl von Singles liessen die Nachfrage nach günstigem Wohnraum in die Höhe schnellen, während sich das Angebot nur wenig verbesserte. Der Hamburger Senat will nun die Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen verbessern.

So soll im Rahmen des „Wohnungsbauentwicklungsplans“ bereits in diesem Jahr die Förderung von 650 auf knapp 1.000 Mietwohnungen mit sozialer Bindung pro Jahr erhöht werden, um mehr günstigen Wohnraum anbieten zu können. Zusätzlich will der Senat den Neubau der Wohnungen durch die Bereitstellung von geeigneten Flächen unterstützen und in enger Kooperation mit den Bezirken für insgesamt 4.200 Wohnungen Planungs- und Baurecht schaffen, was zwar eine Verdopplung zum vergangenen Jahr bedeuten würde, aber immer noch unter der Forderung des Mieterbundes liegt. Dieser schätzt den Bedarf an neuen Wohnungen auf 6.000 bis 8.000.

Tatsächlich sollen in Hamburg pro Jahr bis zu 6.000 neue Wohnungen vor allen Dingen in Geschossbauten entstehen, um den Flächenverbrauch zu verringern. In den beliebten Innenstadtvierteln soll durch Nachverdichtung neuer Wohnraum entstehen.

Ein weiterer Fokus des Konzeptes liegt auf der energetischen Sanierung des bereits vorhandenen Wohnraumes, um den gestiegenen Stellenwert des Klimaschutzes Rechnung zu tragen. Innovative und ökologische Bauweisen sollen bei über 7.000 Wohnungen durch Gelder des Senats gefördert werden.

Die oppositionelle SPD kritisierte das Konzept. So sei nicht ersichtlich, wie die Zahl der neuen Wohnungen erreicht werden soll, da keine zusätzlichen Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Zudem werde die Erhöhung der Förderung des öffentlichen Wohnraumes durch das Konjunkturpaket finanziert, so der SPD-Stadtplanungsexperte Andy Grote in der „Welt“.


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