Hamsterkäufe bei Glühbirnen

13. Mai 2009 | von

Willkommen im Osten: weil Energieleuchten teurer sind als konventionelle Glühbirnen, stürmen deutsche Kunden derzeit bundesweit Lampengeschäfte, um sich einen möglichst großen Vorrat an Glühbirnen zu verschaffen. Diese wird ab dem 1. September nach EU Verordnung vom Markt verbannt und durch umweltschonende Energiesparlampen vollends ersetzt.

Verblüffend, wie schnell dem Deutschen ein Licht aufgeht: Seit dem im Dezember verabschiedeten und ab 1. September geltenden EU-Handelsverbot für Glühlampen, registrieren Händler einen wahren Run auf das Auslaufmodell. Ein Erster will nun Konsequenzen ziehen und fordert drastische Preisaufschläge.

Der Unternehmer Werner Wiesner verlangt eine Preissteigerung für Glühbirnen von je fünf Euro pro Stück. Er sieht in den Hamsterkäufen die Gefahr, dass sich deutsche Verbraucher den umweltschonenden Lampentechnologien von Energieleuchten auf Jahre hin verschließen würden.

Mit der geforderten Verteuerung konventioneller Glühbirnen sieht Wiesner die Chance, dass sich der Umstieg auf Energiesparlampen für den Verbraucher sofort und nicht erst nach Jahren rechnen würde. Das „de-facto-Verbot“ ist seiner Meinung nach „für viele Verbraucher nicht nachvollziehbar und wird als staatliche Gängelung angesehen“. Wiesner wolle den durch einen Preisanstieg erzielten Gewinn nicht bei den Unternehmen lassen, sondern staatliche Umweltprojekte fördern und finanzieren. Zudem würde das Verursacherprinzip gewahrt werden.

Die EU hatte im vergangenen Dezember beschlossen, dass herkömmliche Glühbirnen vom Markt verschwinden sollen und durch stromsparende Lampen wie Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Leuchten ersetzt werden. Die EU rechnet damit, durch den Erlass mehrere Millionen Tonnen Kohlendioxid zu sparen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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