Insolvenz bei DB Immobilien

19. Mai 2009 | von

Gewerbeimmobilien in Großstädten werden immer schwerer zu vermitteln. Das trifft jetzt auch die DB Immobilien GmbH. Der Heidelberger Deutsche Bank-Partner hat bereits am vergangenen Freitag den Antrag auf ein Insolvenzplanverfahren gestellt. Das erklärte Ziel: Die Unternehmenssanierung.

Aufgrund der problematischen Lage auf dem Gewerbeimmobilienmarkt und der damit verbundenen massiven Verluste erachtet die Geschäftsleitung des Objektvermittlers eine Sanierung als unerlässlich. Unter gerichtlicher Aufsicht soll das Unternehmen auf die schwierigen Bedingungen des Marktes eingestellt werden. Über die genauen Sanierungsmaßnahmen wird zurzeit beraten.

Die Gehaltszahlungen für die knapp 180 Mitarbeiter des Objektvermittlers sind laut Insolvenzberater und Sanierungsexperte Markus Ernestus für die kommenden Monate gesichert.

Sowohl Geschäftsleitung als auch Mitarbeiter zeigen sich im Hinblick auf das Sanierungskonzept zuversichtlich. Besonders die von der Krise weitgehend verschont gebliebenen Immobilienstandorte im Südwesten, unter anderem Heidelberg, lassen auf einen Erfolg des Sanierungsvorhabens hoffen.

Die Adler Real Estate AG, die im Dezember 2008 bei der DB Immobilien AG eingestiegen war, bestätigte trotz gestiegener Umsätze ein Minus von rund 1,15 Millionen Euro für das erste Quartal 2009. Im Vorjahresquartal betrug das Minus noch rund 732.000 Euro. Hauptgrund für die Verschlechterung ist eine Abschreibung der Minderheitsbeteiligung an der DB Immobilien GmbH.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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