Hertie-Aus bedroht 54 Filialen mit 2.600 Beschäftigten

20. Mai 2009 | von

Aus und Vorbei: Die Rettung der insolventen Warenhauskette Hertie ist gescheitert. Nach dem Absprung eines potentiellen Investors beschloss die Gläubigerversammlung heute das Ende des traditionsreichen Unternehmens.

Nach langen Debatten besiegelten die Gläubiger mit großer Mehrheit das Aus für Hertie. Knapp 84 Prozent der Gläubiger stimmten für eine Schließung der 54 Filialen sowie der Konzernzentrale in Essen und folgten somit der Forderung des Insolvenzverwalters Biner Bähr.

Dem dramatischen Ende heute ging eine wochenlange Suche nach möglichen Investoren voraus. Als dann gestern auch der letzte potentielle Investor wegen nicht zu überbrückender Differenzen bezüglich der Mietvertragsgestaltung absprang, war das Ende unausweichlich. Vor allem die hohen Mietforderungen des britischen Hertie-Eigentümers Dawnay-Day sowie die kurzfristige Möglichkeit der Mietvertragskündigung waren nach Informationen der Nachrichtenagentur AP die entscheidenden Knackpunkte bei den Verhandlungen.

Den 2.600 Hertie-Mitarbeitern droht nun ein schneller Verlust ihres Arbeitsplatzes. Bereits im Sommer sollen die 54 Filialen nach einem „Final Sale“ schließen. Wie es danach mit den einzelnen Häusern weitergeht, ist derzeit noch unklar. Mit C & A und Kaufland sollen sich bereits die ersten Interessenten gemeldet haben.


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