Wohnen in Berlin: Luxus statt Krise

16. Juni 2009 | von

Wer sich um Geld keine Sorgen machen muss, der lässt sich auch von der aktuellen Finanzmarktsituation wenig beeindrucken. Auch, dass Wohnimmobilien zu den krisensicheren Anlagen gehören, ist bekannt. Das zeigt sich derzeit in der nach wie vor hohen Nachfrage bei Neubauwohnungen, besonders Luxusimmobilien sind beliebt. Ausgerechnet in Berlin erleben sie einen regelrechten Boom.

Schon im kommenden Jahr wird die gemeinhin als „arm aber sexy“ bekannte Hauptstadt um einige Premiumbauten reicher sein, deren Exklusivität meist schon in den klangvollen Namen mitschwingt. Wer eine Wohnung im „Pergamon Palais“, im „Charleston“ oder im „Quartier Winterfeldt“ beziehen will, muss allerdings mit stolzen Preisen rechnen.

7000 Euro für eine Villa am Diplomatenpark, 5000 für eine Wohnung im Beisheim Center am Potsdamer Platz: Bei solchen Quadratmeterpreisen kann einem zwar schwindelig werden, selten sind sie aber nicht mehr. Für einen Quadratmeter im Pergamon-Palais gegenüber der Museumsinsel werden ab Herbst nächsten Jahres 4000 bis 6000 Euro fällig sein. Die Arbeit an dem Bauprojekt wird im Juli wieder aufgenommen, nachdem die Finanzierung aufgrund der Krise zwischenzeitlich ausgesetzt wurde. Jetzt steht dem Luxusbau dank eines neuen Investors nichts mehr im Wege.

Der Potsdamer Platz bekommt bald Zuwachs mit dem Charleston. Das Gebäude, für das das niederländische Unternehmen Kondor Wessels 53 Millionen Euro investiert, wird 72 Luxuswohnungen in vier Türmen beherbergen. Ganz nebenbei wird für die zukünftigen anspruchsvollen Bewohner noch ein Wellness-Center gebaut. Seit letzter Woche können Interessierte ein Musterwohnung besichtigen.

Im Vergleich dazu mutet das Wohnen im Quartier Winterfeldt in Tempelhof / Schöneberg fast schon wie ein Schnäppchen an: 2.650 Euro bis 3.750 Euro kostet ein Quadratmeter in der beliebtesten Lage des Bezirks. Interessierte sollten sich bald entscheiden, denn obwohl das Bauprojekt erst im August nächsten Jahres fertiggestellt wird, sind mehr als die Hälfte der verfügbaren Wohnungen bereits vergeben.

Wenngleich also die Luxusdomizile der deutschen Hauptstadt preislich noch lange nicht an die in London, Paris oder Tokyo heranreichen, so scheint die Situation doch – zumindest aus Sicht der Immobilienwirtschaft – gar nicht ganz so schlimm zu sein. Und für schmalere Geldbeutel wird es in Berlin bestimmt auch in Zukunft genug Wohnungen geben.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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