Intelligente Stromzähler helfen beim Sparen

6. Juli 2009 | von

Stromsparen will inzwischen fast jeder. Dennoch birgt die jährliche Abrechnung nicht selten eine unerfreuliche Überraschung. Herauszufinden, wo der ganze Strom hingeht und wo das größte Einsparpotential liegt, ist nicht gerade einfach. Deshalb sollen die Verbraucher dabei bald Unterstützung bekommen – aber nicht in Form von Energieberatungen, sondern von intelligenten Stromzählern.

Damit ein Anbieterwechsel nicht zu kompliziert und teuer wird, sollen die Messegeräte voraussichtlich einheitlich werden. Müsste man bei jedem Stromanbieterwechsel die Messgeräte austauschen lassen, könnte das eine finanzielle Belastung bedeuteten, die den Wechsel im Endeffekt unattraktiv macht.

Möglicherweise werden Stromzähler in Zukunft nicht nur intelligent, sondern gehen auch sonst mit der Zeit: Über den Online-Dienst Twitter sollen sich Verbraucher zu jeder Zeit über ihren aktuellen Stromverbrauch informieren können und so immer einen Überblick über die Kosten haben. Wer mit Twitter nichts am Hut hat, kann seinen Verbrauch beispielsweise mit dem Google Power Meter überprüfen. Als erster europäischer Stromanbieter will jetzt Yello Strom die Software nutzen.

Natürlich gibt es auch bei intelligenten Stromzählern Nachteile: Wenn die neuen Geräte die Daten immer direkt an den Anbieter versenden, können diese in Zukunft auf die persönlichen Besuche beim Verbraucher verzichten, die bisher zum Ablesen nötig waren. Und das wiederum heißt, dass über kurz oder lang weniger Personal vonnöten sein wird. Andererseits bedeutet das natürlich auch eine zusätzliche Kosteneinsparung. Datenschützer weisen unterdessen darauf hin, dass eine angemessene Verschlüsselung der Daten unbedingt notwendig ist.

Natürlich ist Deutschland nicht allein mit dem Vorhaben, den Stromverbrauch transparenter zu machen. Vorreiter sind einmal wieder die Schweden, wo die neuen intelligenten Messgeräte die alten Stromzähler schon jetzt vollständig abgelöst haben. Hierzulande wird es wohl noch ein paar Jahre dauern, bis die Umstellung komplett ist. Ab kommendem Jahr müssen die neuen Stromzähler zunächste in alle Neubauten eingebaut werden. Auch bei großen Sanierungsvorhaben werden die intelligenten Messgeräte Pflicht. Danach sollen die Geräte nach und nach überall in Deutschland installiert werden.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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3 Kommentare zu Intelligente Stromzähler helfen beim Sparen

  1. Herzlich willkommen zur weltweit ersten, öffentlich einsehbaren Stromverbrauchsstatistik eines Privathaushaltes.

    Da es immer wieder Diskussionen und Meinungen über den Stromverbrauch bzw. über die Stromkosten eines Privat-Haushaltes gibt, habe ich mich entschlossen, meine aktuellen Daten jeweils zu Monatsanfang auf meinem Weblog der Kleinen Zeitung zu veröffentlichen.

    http://meinekleine.kleinezeitung.at/999999/stories/366171/

    ps. Der einfachste Weg, seine Stromkosten niedrig zu halten, ist ein effizienter (sparsamer) Umgang mit der elektrischen Energie.

    Meine Meinung:
    Der Einsatz von „intelligenten“ Stromzählern wird nur sehr bedingt dazu beitragen, den Stromverbrauch zu reduzieren. Wäre es anders, die Energieversorger würden ihn niemals einsetzen…
    Durch die monatlichen Mietkosten beim Stromzähler erziehlen die Netzbetreuer eine jährliche Rendite von ~40 Prozent bis ~100 und mehr Prozent im Jahr…

  2. Pingback: Intelligente Stromzähler sollen beim Stromsparen helfen | Energieblog

  3. Pingback: stromanbieterwechsel

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