Investitionen in Gewerbeimmobilien erholen sich – ein bisschen

16. Juli 2009 | von

Banken verteilen wieder Boni, die Auftragslage in der Wirtschaft verbessert sich und auch der Autoabsatz ist wieder gestiegen. Kein Wunder also, dass auch die Immobilienwirtschaft erste Hoffnungssignale sendet – der Büroimmobilienmarkt scheint sich zu stabilisieren.

Immerhin – und das zählt schon einiges in diesen Tagen – gingen die Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien im zweiten Quartal dieses Jahres nicht weiter nach unten, sondern verharrten auf dem Niveau des ersten Quartals. Von Januar bis Juni 2009 wurden ingesamt 24 Milliarden Euro investiert, was einem Rückgang um satte 42 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2008 entspricht.

Nach Ansicht Tony Horrells, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle, ist damit aber die Untergrenze des Transaktionsvolumen in Europa erreicht. „Aufgrund des Investoren-Interesses rechnen wir im zweiten Halbjahr mit einem Umsatzwachstum. Die Spitzenrenditen für Büroflächen waren im 2. Quartal erstmals seit Mitte 2007 weitgehend stabil“, so Horrell weiter.

Derzeit werden die Märkte von finanz- und vor allem eigenkapitalstarken Investoren dominiert, da auf dem Kreditmarkt weiterhin Flaute herrscht. „Neue Kredite werden nach wie vor nur eingeschränkt und zu hochzinsigen Bedingungen vergeben“ erklärt Horrell.

Der britische Markt bleibt mit acht Milliarden Euro weiterhin der größte europäische Markt für Investitionen. Andere europäische Märkte wie Frankreich oder Italien erholten sich und konnten die Volumina etwas erhöhen.


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