Untersuchungen in Nachterstedt schreiten voran

27. Juli 2009 | von

Während am Sonntag eine Begehung des Unglücksgebietes von Nachterstedt wegen verdächtiger Geräusche in einem benachbarten Gebäude abgebrochen wurde, laufen die Untersuchungen zur Ursache des Erdrutsches weiter. Ab morgen soll High-Tech zum Einsatz kommen.

Zwei Millionen Kubikmeter Erde rutschten am 18. Juli im Sachsen-Anhaltinischen Nachterstedt in Richtung Concordiasee – einer gefluteten Bergbauhalde – und rissen zwei Gebäude und drei Menschen mit sich. Die Experten rätseln auch weiterhin über die Ursache und sind über die Konsequenzen der Katastrophe uneins. Auch über die weitere Vorgehensweise in Nachterstedt herrscht Unklarheit. Die vergangene Woche ins Spiel gebrachte Sprengung scheint derzeit jedenfalls kein Thema mehr zu sein.

Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, soll das Unglücksgebiet ab morgen mit Laserstrahlen vermessen werden, um ein dreidimensionales Geländemodell zu erstellen. Ob dieses Unterfangen allerdings neue Erkenntnisse bringt, ist noch unklar. Bereits heute treffen sich Experten, um mit Hilfe von Luftaufnahmen ähnliche Gebiete an ehemaligen Bergbauhalden zu lokalisieren, die ebenfalls gefährdet sein könnten. Im Zweifelsfall sollen dann Geologen vor Ort die Beschaffenheit des Bodens überprüfen, um Gefahrenpotentiale einschätzen zu können. So sollen allein in Sachsen-Anhalt 49 Seen überprüft werden – trotz des derzeitigen Rätselratens um die Ursachen.

Brandenburger und Sachsen brauchen sich dagegen scheinbar keine Sorgen um die Standfestigkeit des Bodens unter ihren Häusern zu machen. In Sachsen gebe es keinen einzigen See mit Verhältnissen wie in Nachterstedt, so Peter Horler, Sprecher des Sächsischen Oberbergamtes.


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