Mietpreise für Gewerbeimmobilien weltweit auf Talfahrt

28. Juli 2009 | von

Bis sich die Mieter von Gewerbeimmobilien die Klinke in die Hand geben, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern – vielmehr müssen Vermieter lernen, mit sinkenden Mietpreisen zu leben. Weltweit drückt die Finanzkrise Kapitalwerte und Mietpreiserwartungen. Trotz alledem sieht die Situation für Deutschland im internationalen Vergleich ziemlich gut aus.

Die allgemeine wirtschaftliche Situation wird zwar langsam wieder besser, von den Mietpreisen für Gewerberaum dürfen Eigentümer allerdings nicht viel erwarten, wie die Studie „Global Property Surveys“ (GPS) der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) zeigt. Die Studie wird seit fünf Jahren durchgeführt – die Rückgänge, die sie für das zweite Quartal 2008 festgestellt hat, sind ein neuer Rekord.

Laut RICS, einem internationalen Berufsverband für Immobiliengutachter und -fachleute, ist das Investitionsvolumen aufgrund der Finanzkrise um ganze 80 Prozent zurückgegangen. Dass diese Zahl unmöglich unbemerkt an den Kapitalwerten von Gewerbeimmobilien vorübergehen kann, ist wohl klar. Das Ergebnis: Fast überall auf der Welt schrumpfen die Kapitalwerte – wenn auch langsamer als noch vor Kurzem -, während die Aussichten auf den weiteren Verlauf der Mietpreise düster bleiben. In Europa herrscht besonders in Spanien und Skandinavien wenig Optimismus, was die Mietpreisentwicklung in naher Zukunft betrifft. Spanien gehört zusammen mit der Ukraine und Singapur sogar zu den weltweit am stärksten betroffenen Staaten. Auch in den USA ist keine baldige Besserung auf dem Gewerbeimmobilienmarkt abzusehen.

Die Staaten, denen solche Hiobsbotschaften erspart bleiben, kann man an einer Hand abzählen. Die erfreuliche Nachricht: Neben Holland, Portugal und Zypern gehört auch Deutschland zu den Glücklichen, die von der negativen Entwicklung weitgehend verschont bleiben. Zwar dürfen auch hier keine Steigerungen der Kapitalwerte oder der Mietpreise erwartet werden, die Entwicklung wird aber voraussichtlich deutlich weniger negativ ausfallen als in anderen Teilen Europas und der Welt.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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