HRE erneut mit Milliardenverlust

7. August 2009 | von

Neuigkeiten vom Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate sind seit geraumer Zeit meist keine Guten: Fehlspekulationen und Fast-Kollaps, Milliarden-Verluste und Milliarden-Hilfe, die Verstaatlichung und seit Neuestem auch eine Klage der Aktionäre. Die Zahlen des ersten Halbjahres 2009 reihen sich nahtlos in diese Serie der Schreckensmeldungen ein: Erneut hat die HRE ein Milliardenminus verbucht – und die Aussichten für die nahe Zukunft sind nicht viel besser.

Insgesamt musste die Bank im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,13 Milliarden Euro hinnehmen. Vor einem Jahr konnte noch ein Gewinn von 160 Millionen Euro für die ersten sechs Monate ausgewiesen werden. Die Gründe für das erneut schlechte Abschneiden liegen in Infrastruktur- und Staatsfinanzierungen, für die 29 Milliarden Euro abgeschrieben werden mussten, den weit größeren Anteil machen allerdings Abschreibungen auf Immobilienkredite aus, die sich auf ingesamt 1,05 Milliarden Euro belaufen.

Auch die Aussichten für die nähere Zukunft sind eher trübe. Bis zum Jahr 2012 sei nicht mit Gewinnen zu rechnen, dämpfte Axel Wieandt die Hoffnungen des Steuerzahlers auf eine baldige Genesung der Bank. Im Gegenteil: in den nächsten Jahren werden weitere Ergebnisbelastungen erwartet.

Im Zuge der Finanzkrise geriet die HRW in eine schwere Schieflage und musste als „systemrelevantes Unternehmen“ mit über 100 Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt werden. Später übernahm der der Soffin knapp 90 Prozent der Anteile – für die Verstaatlichung der Bank musste eigens ein Gesetz erlassen werden.


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