Immobilienunternehmen Gagfah schreibt rote Zahlen

11. August 2009 | von

Keine guten Quartalszahlen hat das Wohn-Immobilienunternehmen Gagfah am Montag in Luxemburg vermeldet. Das operative Geschäft ist deutlich zurückgegangen und hat das Unternehmen erneut in die roten Zahlen rutschen lassen. Der Vorstandsvorsitzende gibt sich dennoch optimistisch.

So betrug das Vorsteuerergebnis (Ebit) im zweiten Quartal nur noch 35 Millionen Euro, ein Rückgang um 68,7 Millionen Euro. Auch die im Geschäftsbetrieb erwirtschafteten Gelder sanken im Vorjahresvergleich von 52,4 Millionen Euro auf 39,6 Millionen Euro. Zudem belastete die Neuberechnung des Zeitwertes des Gagfah-Immobilienbestandes das Ergebnis – der Gebäudewert sank um 73,1 Millionen Euro.

Der Gagfah-Vorstandsvorsitzende William Joseph Brennan ist angesichts der schlechten Zahlen dennoch optimistisch: „Damit sind wir auf einem guten Weg, unser Gesamtjahresziel zu erreichen“. Grund für Brennans positive Aussichten sind vor allem die Geldflüsse in der Immobilienbewirtschaftung, die sich im Gegensatz zu andern Geschäftsfeldern derzeit recht stabil zeigen. Ob das Unternehmen die Ziele beim Verkauf von Immobilien in diesem Jahr noch erreicht, ist allerdings fraglich. Hier soll rund eine halbe Milliarde Euro eingenommen werden, zur Mitte des Jahres wurden lediglich 54 Millionen Euro erlöst, es gebe aber Verkaufsvereinbarungen im Wert von knapp 130 Millionen Euro.

Weitere Einnahmen sollen durch Mieterhöhungen und Kostenersparnisse erwirtschaftet werden. Ob sich dabei die Befürchtungen des Deutschen Mieterbundes bewahrheiten, ist allerdings noch abzuwarten.
Das Essener Unternehmen mit Sitz in Luxemburg ist mit knapp 190.000 verwalteten Wohnungen das größte Immobilienunternehmen in Deutschland.


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