Deutschland und der Strom: Zwischen Solar- und Atomkraft

22. August 2009 | von

In Brandenburg wird Deutschlands größter Solarpark eröffnet, aus der Nordsee kommt auch schon Strom, der Atomausstieg wird einmal wieder zum Wahlkampfthema, und vor Stromspartipps kann man sich auch kaum noch retten. Es passiert einiges beim Thema Strom – und Umfragen zufolge trifft das ziemlich genau den Geschmack der Bevölkerung.

Klimaschutz und Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien sind Deutschlands Steckenpferde – da sind sich Staat und Bürger einig: Bei einer Umfrage unter 1000 Personen legten 92 Prozent Wert darauf, umweltschonende Energie zu nutzen. Allerdings wird ein Tarif, der Kernenergie beinhaltet, dennoch von 47 Prozent nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Beim Thema Atomkraft und Atomausstieg wird die Meinungslandschaft schon deutlich heterogener, schon beim Thema Vertrauen in die Sicherheit der hiesigen Atomkraftwerke scheiden sich die Geister: Während sich 44 Prozent der Befragten sicher fühlen, gaben 56 Prozent an, der Sicherheit der Anlagen wenig bzw. gar nicht zu vertrauen. Daran, dass eine längere Laufzeit der Atomkraftwerke eine Senkung der Strompreise mit sich bringen würde, glauben lediglich 22 Prozent. Dementsprechend ist mit 65 Prozent auch der Großteil der Befragten der Meinung, dass der Atomausstieg keine Beeinträchtigung der Stromversorgung in Deutschland bedeuten würde. Die Hälfte ist sogar dafür, den Atomausstieg schneller voranzutreiben und die Kraftwerke früher als geplant abzuschalten. Doch es gibt auch überzeugte Gegner des Atomausstiegs: 18 Prozent halten ihn für falsch. Knapp über ein Drittel der Befragten gab an zu glauben, dass Atomkraft den Klimaschutz sogar unterstützt.

Die Zufriedenheit mit den großen Energiekonzernen lässt zu wünschen übrig – 85 Prozent der Befragten stufen ihre Angebote als überteuert ein, außerdem sind 69 Prozent der Meinung, dass die Anbieter sich mehr für den Klimaschutz einsetzen müssten. Trotzdem bezieht mit 64 Prozent fast ein Drittel der deutschen Haushalte seinen Strom von den Stadtwerken oder großen überregionalen Stromversorgern. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass es für sie eher bzw. völlig unwichtig sei, von welchem Anbieter sie ihren Strom beziehen. Doch auch hier beginnt sich ein Trend abzuzeichnen: Der zum Anbieterwechsel.

(Quelle: Statista)


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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