Solarzellen zum Ausdrucken

31. August 2009 | von

Solarenergie ist sauber, kostenlos und unbegrenzt – doch um sie nutzen zu können, muss erst einmal eine entsprechende Anlage her, und die ist trotz diverser Fördermöglichkeiten nicht ganz billig und deshalb für viele überhaupt keine Option. Wäre es nicht toll, wenn man die Solarzellen einfach auf das Dach aufsprühen könnte? Was zunächst nach Spinnerei klingt, könnte in nicht allzu ferner Zukunft gang und gäbe sein – die “gedruckte Photovoltaik” macht’s möglich.

Gasphasenabscheidung in Vakuumkammern – die heute gängige Herstellungsweise von Solarzellen ist für Otto Normalverbraucher nicht nur unverständlich, sondern auch ziemlich aufwendig und dementsprechend teuer. Ein Forscherteam der University of Texas in Austin hat sich zum Ziel gesetzt, eine einfache und vor allem günstige Produktionsalternative zu entwickeln – mit Erfolg.

Mithilfe von Nanopartikel-Tinte sollen Solarzellen “gedruckt” werden. Klingt einfach, ist es auch, so die Forscher: Das Verfahren sei mit dem Druck einer Zeitung vergleichbar, wobei die Solarzellen natürlich nicht auf Papier gedruckt werden müssen, sondern beispielsweise auf Stahl oder Plastik aufgebracht werden können. So könnten die Produktionskosten von Solarzellen um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Umwelt würde es den Forschern sicher danken: würden die Preise tatsächlich so stark fallen, könnte das einen wahren Photovoltaik-Boom bedeuten. Solarenergie könnte eine echte Alternative zu fossilen Brennstoffen werden und diese als Energiequelle über kurz oder lang ganz ablösen.

Solarzellen bequem auf Rollen zu drucken ist sogar nur eine Möglichkeit, die die Nanopartikel-Tinte eröffnet. Die Zellen können auch direkt auf Dächer, Wände und sogar Fenster aufgesprüht werden – das lichtabsorbierende Material ist halbtransparent. Zum jetzigen Zeitpunkt erreichen die gedruckten Solarzellen allerdings nur einen Wirkungsgrad von 1 Prozent. Das Ziel, so der Kopf der Forschungsgruppe, Brian Korgel, sei es, einen Wirkungsgrad von 10 Prozent zu erreichen. Gelingt dies, könnte die Technologie bereits in drei bis fünf Jahren marktreif sein.

Ergänzende Aufschlüsse bietet das Infoportal oel-alle.de in der Kategorie Solarkollektoren. Im Besonderen werden die Themenpunkte Anforderungen und Arten von Solarkollektoren abgehandelt.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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2 Kommentare zu Solarzellen zum Ausdrucken

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