Kraftwerk im Keller

8. September 2009 | von

Die gemeinsame Nutzung vieler kleiner Ressourcen ist oft leistungsstärker als eine einzelne große – dieses schon bei [email protected] genutzte Prinzip möchte sich der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick zunutze machen. In Kooperation mit dem Autobauer VW will Lichtblick die Keller tausender Wohnhäuser zu kleinen Kraftwerken machen – die sich bei Bedarf zu einem großen verbinden. Mindestens zwei AKWs sollen so überflüssig werden.

Das gemeinsame Vorhaben von Lichtblick und Automobilgigant Volkswagen soll nach Angaben von „Welt Online“ und „Spiegel“ am Mittwoch in Salzgitter vorgestellt werden. Dazu soll noch in dieser Woche ein Vertrag über Bau und Vermarktung von gasbetriebenen Blockheizkraftwerken abgeschlossen werden. Diese bei Volkswagen produzierten Mini-Kraftwerke sollen in tausenden Kellern installiert werden und das Haus mit Heizwärme und Warmwasser versorgen – und ganz nebenbei bei Bedarf große Mengen an Energie in das Stromnetz einspeisen.

Gerade ökologisch produzierter Strom wie Wind- und Solarenergie ist stetigen Schwankungen unterworfen. Wenn keine Sonne scheint und auch der Wind entweder zu schwach oder zu stark bläst, wird nur wenig – oder gar kein Strom produziert. Für diesen Fall müssen bisher teure Kraftwerke bereit stehen, die dann die Stromversorgung übernehmen. Durch eine intelligente Vernetzung und schnelle Reaktionszeit der Kellerkraftwerke sollen diese „Stand-by“ Kraftwerke in Zukunft eingespart werden – Lichtblick spricht von zwei Atom- bzw. Kohlekraftwerken.

Freilich ist so ein BHKW im Einfamilienhaus keine neue Erfindung – die Herangehensweise dagegen schon. Zielgruppe sind Wohnungsbaugesellschaften und Besitzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern, die demnächst ihre alte Heizung austauschen wollen. Das private Kellerkraftwerk, das über das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz auch vom Bund gefördert wird, soll 5.000 Euro kosten und von Lichtblick-Technikern installiert werden. Zukünftig müssen die Hauseigentümer nur noch die verbrauchte Heizwärme zahlen – minus der Miete, die Lichtblick für die Kellernutzung zahlt.

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