Durchwachsene Stimmung in der Immobilienwirtschaft

23. September 2009 | von

Es könnte schlimmer sein: Seit gut einem Jahr zählt ein solches Fazit schon fast als positive Meldung. Passend dazu lautet das Ergebnis der Umfrage zur Stimmung in der privaten Immobilienwirtschaft, die halbjährlich vom Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. (BFW) durchgeführt wird: Die Stimmung könnte klar besser sein, aber der Optimismus wächst – wenn auch verhalten.

Während im Frühjahr 2009 nur 19 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage positiv einschätzten, stieg dieser Anteil in der aktuellen Umfrage immerhin auf 26 Prozent. Einen Rekordwert hat der Anteil der Unternehmen erreicht, die ihre Geschäftslage als befriedigend einschätzen: Mit zwei Dritteln ist es der höchste Wert seit Beginn der Konjunkturumfrage.

Auch der Blick in die Zukunft sprüht nicht gerade vor Optimismus: Fast drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass die Situation bis zum Ende des Jahres unverändert bleibt, 14 Prozent rechnen sogar damit, dass sie sich verschlechtert. Nur magere 13 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung während des restlichen Geschäftsjahres aus – auch das ist übrigens ein Rekordwert, allerdings im Negativen.

Mit etwas gutem Willen kann man der Umfrage auch etwas Erfreuliches abgewinnen: Die Angst vor massivem Stellenabbau ist in der privaten Immobilienwirtschaft vorerst unberechtigt. Gut drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, die Beschäftigungssituation nicht verändern zu wollen. 14 Prozent haben vor, Stellen abzubauen – weniger als noch im Frühjahr 2009 (18 Prozent). Dafür planen 9 Prozent der Unternehmen sogar, neue Stellen zu vergeben.

Die Konjunkturumfragen des BFW finden seit Frühjahr 2007 im Halbjahrestakt statt. Zum sechsten Mal wurden nun 1.600 Immobilienunternehmen zu ihrer Einschätzung der konjunkturellen Lage befragt.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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