Preise für Hausneubauten steigen weiter

29. September 2009 | von

Es ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch: Der Hedonische Hauspreisindex der Hypoport AG ist im August zum dritten Mal in Folge gestiegen, obwohl noch vor wenigen Tagen gemeldet wurde, dass die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen gesunken sind. Die Preise für Neubauten zogen allerdings deutlich an.

Tatsächlich haben die nachlassenden Preise für Bestandsimmobilien den Gesamtindex negativ beeinflusst, was durch den Anstieg der Preise für Neubauten aber mehr als wett gemacht wurde. Die Preise für Apartements blieben dagegen weitestgehend stabil. Unter dem Strich blieb so ein erneuter Anstieg des Gesamtindex um 0,21 Prozent auf 288,34 Punkte übrig, der dritte in Folge nach einem neun Monate andauernden Abwärtstrend. Im Dreimonatsvergleich drehte der Index um 0,65 Prozent ins Plus.

Apartements werden leicht günstiger

Ein genauer Blick auf die Bestandteile des HPX zeigt die detaillierten Verschiebungen. So fiel der Indexwert für Apartements um leichte 0,13 Prozent auf 95,49 Punkte und zeigt sich damit äußerst stabil. Im Vergleich zum Mai lässt sich allerdings auch hier ein kleines Plus feststellen – im Wonnemonat notierte der Index noch bei 95,47 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr lassen sich die Auswirkungen der Finanzkrise und Rezession deutlich feststellen: August 2008 notierten die Apartements noch bei 99,39 Punkten. Ähnliches lässt sich für Bestandshäuser konstatieren. Hier gab der Index aktuell zwar nur um moderate 0,24 Prozent nach, im Vergleich zur Jahresfrist muss allerdings ein Verlust von 5,84 Prozent festgestellt werden.

Die Preise für Neubauten zogen dagegen an und drehten den gesamten HPX ins Plus. Dieses fiel mit 0,93 Prozent recht deutlich aus und liegt damit fast wieder auf dem Niveau des Vorjahres.

Damit erfasst die leicht anziehende Konjunktur auch den Wohnimmobilienmarkt und sorgt in Verbindung mit den günstigen Finanzierungskosten und den vielfältigen Fördermöglichkeiten für eine gute Basis zur Investition in Immobilien – auch wenn die derzeitige Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes viele zögern lässt. Einen wichtigen Faktor für einen weiteren Aufschwung im Immobiliensektor und der Entwicklungen des Index sieht Hypoport auch in der Ausrichtung der neuen Schwarz-Gelben Bundesregierung und deren Politik. Grundsätzlich gehen die Experten aber von keinen gravierenden Veränderungen auf dem Wohnimmobilienmarkt aus.


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