München und Hamburg beliebt bei Immobilieninvestoren

2. Februar 2010 | von

Deutsche Metropolen gelten bei Immobilieninvestoren als sichere Häfen auch in Zeiten der Krise. Gleich vier Städte konnten sich in den Top-Ten der Immobilienmärkte platzieren, davon zwei auf dem Siegerpodest. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) und des Urban Land Institute (ULI) hervor.

Auf der Suche nach krisensicheren Investitionen landet man früher oder später bei den nicht umsonst als „Betongold“ bezeichneten Immobilien, bieten diese doch Sicherheit gegen Inflation und nachhaltige Werte. Doch nicht auf jeden Immobilienmarkt sind Renditen und Preise in Krisenzeiten gleich stabil. Nach Einschätzung von 640 Immobilienexperten bieten insbesondere die Immobilienmärkte in Hamburg und München gute Ertragsaussichten für Immobilieninvestoren. Die Isarmetropole München konnte dabei ihre Spitzenposition aus dem letzten Jahr verteidigen und wird nun von London gefolgt, während Hamburg einen Platz verlor und nun mit dem dritten Rang vorlieb nehmen muss. Die anderen beiden deutschen Städte konnten ihren Platz in den TopTen der Studie „Emerging Trends in Real Estate Europe 2010“ verteidigen und stiegen sogar leicht im Ranking. Frankfurt schob sich auf Platz 9, während Berlin zwei Plätze gewann und nun auf dem 7. Platz rangiert.

„Die Immobilienmärkte in den vier deutschen Städten zeichnen sich nach wie vor durch eine überdurchschnittliche Stabilität aus“ analysiert Jochen Brücken von PricewaterhouseCoopers Deutschland die gute Platzierung. „Allerdings müssen die Spitzenplatzierungen vor dem Hintergrund einer insgesamt weiterhin schwachen Immobilienkonjunktur in Europa gesehen werden“ so Brücken weiter. Erst Anzeichen einer Erholung des europäischen Immobilienmarktes seien jedoch sichtbar. Auf einer Skala von neun („hervorragend“) bis eins („katastrophal“) bewerten die Experten die Rendite von Immobilieninvestitionen im europäischen Schnitt mit 4,74. Im Vorjahr lag der Wert bei 4,71. Zudem stieg die Bewertung für Immobilienzukäufe auf 4,94 und somit deutlich über der von Bestandsimmobilien, die bei 4,54 liegt. Vor allem London schneidet bei Immobilienkäufern mit einer Bewertung von 5,98 gut ab, gefolgt von München (5,66) und Hamburg (5,56).

Großer Verlierer des aktuellen Ranking ist die russische Hauptstadt Moskau. Dort scheinen das Ende des Ölbooms und die Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft für den hohen Leerstand verantwortlich zu sein. Dementsprechend ging es bei den Ertragserwartungen und im Ranking steil bergab. Statt Platz 6 findet sich Moskau nun auf Rang 23 wieder.


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