Mietpreise: München weltweit unter ferner liefen

25. Februar 2010 | von

Trotz Krise und fallender Mieten ist Moskau weiterhin die Stadt mit den höchsten Mieten in Europa. Im weltweiten Vergleich reicht es für die russische Hauptstadt dagegen nur zum Blechrang. Hier thront nach wie vor Tokyo auf dem Siegertreppchen. Nach einer deutschen Stadt muss man im Ranking lange suchen. Das ergab eine Untersuchung des Beratungsunternehmens ECA International über Mietpreise für ausländische Geschäftsleute in 132 Städten weltweit.

Die Münchner stöhnen über die hohen Mietpreise und das knappe Wohnungsangebot in der Isarmetropole, doch im Vergleich zu anderen europäischen Städten können sich die Bajuwaren geradezu glücklich schätzen. Laut einer Untersuchung der ECA International über die Mietpreise für ausländische Geschäftsleute rangiert München bei den Mieten für eine Dreizimmerwohnung mit 80 m² europaweit gerade mal auf Rang 27. Sogar wenig mietwucherverdächtige Städte wie das polnische Warschau oder die Hauptstadt des krisengeschüttelten Griechenlands, Athen, konnten sich noch vor München platzieren.

Auch im innerdeutschen Vergleich musste sich die bayerische Hauptstadt mit Mietpreisen von circa 980 Euro in einem bei ausländischen Geschäftsleuten beliebten Viertel diesmal geschlagen gegeben – mit Frankfurt gibt es eine für Geschäftsleute noch teurere Stadt. Hier kosten solche Wohnungen knapp 925 Euro pro Monat. Nach der deutschen Hauptstadt Berlin muss man im Ranking noch weiter nach unten schauen. Mit 720 Euro Miete für eine Wohnung platziert sich Berlin auf Platz 38 im Europavergleich.

Im europäischen Durchschnitt wurde für eine Wohnung im Zeitraum zwischen September 2008 und September 2009 eine Miete in Höhe von 1005 Euro fällig. Gegenüber dem vorherigen Vergleichzeitraum ist das ein Rückgang um rund fünf Prozent. Aufgrund der weltweiten Krise haben die Firmen viele ihrer teuren Auslandsmitarbeiter – den sogenannten Expatriates – wieder abgezogen, was zu einer Entspannung auf dem Mietmarkt führte. Besonders in osteuropäischen Städten wie Vilnius oder Bukarest gab es einen deutlichen Preisrutsch, auch in Moskau gingen die Preise zurück. Dennoch reicht es für die russische Hauptstadt mit einer monatlichen Nettokaltmiete von 2100 Euro noch für den ersten Platz der teuersten Städte in Europa – vor London und Paris. „In Moskau sind die Lebenshaltungskosten hoch und Wohnungen, die westeuropäischen Ansprüchen genügen, Mangelware“, analysiert Business Development Mira Pathak von ECA International das Ergebnis.

Im internationalen Vergleich kann dann aber selbst Moskau nicht mithalten. Die mit Abstand teuerste Stadt ist die japanische Hauptstadt Tokyo mit 2980 Euro für eine Dreizimmerwohnung, gefolgt von Caracas und Abu Dhabi.


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