Sophienterrassen Hamburg: Bau soll nun endlich beginnen

15. März 2010 | von

Der Startschuss für das ambitionierte Neubauprojekt „Sophienterrassen“ am Harvestehuder Weg in Hamburg soll nun endlich fallen. Nach der aufsehenerregenden Eröffnung eines Showrooms im Februar vergangenen Jahres wurde der Baubeginn immer wieder verschoben.

Das Hamburger Luxus-Neubauprojekt „Sophienterrassen“ hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich, bevor die Bauarbeiten überhaupt begonnen haben. Erst wurde lange darum gerungen, dann mit namhaften Architekten, Inneneinrichtern sowie rekordverdächtigen Quadratmeterpreisen geklotzt und schließlich mit viel Presserummel ein Showroom mit Designideen von Karl Lagerfeld eröffnet. Das war allerdings vor knapp einem Jahr – seitdem ist nicht viel passiert. Das soll sich jetzt ändern: „Es ist geplant, dass wir im Mai mit den Bauarbeiten beginnen. Es liegen alle Baugenehmigungen vor“, verriet der Vorstandsvorsitzende der Frankonia Eurobau AG, Uwe Schmitz, dem Hamburger Abendblatt.

Schuld an der Verzögerung seien Probleme mit der Finanzierung als Resultat aus der Wirtschafts- und Finanzkrise. Eine der für die Fremdfinanzierung vorgesehenen Banken musste ausgetauscht werden, bevor die Finanzierung wieder als „gesichert“ galt, erklärte Schmitz dem Abendblatt.

An der Hamburger Außenalster sollen auf dem 44.000 m² großen Gelände der ehemaligen Standortkommandantur am Hervestehuder Weg knapp 150 neue Wohnungen in Stadthäusern und Villen entstehen. Die Baukosten sind mit 340 Millionen Euro veranschlagt, die Kaufpreise belaufen sich Gerüchten zufolge auf bis zu 15.000 Euro je Quadratmeter für die von Karl Lagerfeld ausgestatteten Eigentumswohnungen und Häuser und bis zu 10.000 Euro je Quadratmeter für die „Standardausführung“. Dem Abendblatt zufolge wurde bisher Wohnraum im Wert von 25.000 Euro verkauft.

Dem Projekt ging ein jahrelanger Streit mit Anwohnern und Umweltschützern voraus. Nach Protesten mussten die Investoren Zugeständnisse beim Baumbestand machen, zudem musste das unter Denkmalschutz stehende Kommandanturgebäude in den Planungen berücksichtigt werden.


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