Berlins neue Bikini-Zone: Zoobogen soll entstaubt werden

23. März 2010 | von

Neuer Name, neues Image: Unter dem Namen „BIKINI BERLIN“ soll der ehemalige Zoobogen an der Budapester Straße zu neuem Glanz erweckt werden. Das Gebäudeensemble wird einer aufwendigen Renovierung unterzogen, um die Gegend rund um den Kurfürstendamm wieder zu einem aufregeden Zentrum Berlins werden zu lassen.

In der Berliner „City-West“ ist nicht mehr viel vom Glanz alter Tage erhalten geblieben. Statt kultureller Highlights, Szeneleben und Avantgarde hat das Viertel rund um Zoo und Kurfürstendamm seit langem unter einem Schmuddelruf zu leiden, den es vor allem dem schlechten Image des Bahnhofes zu verdanken hat. Die angestaubte Architektur und die Abkopplung des Bahnhofes vom Fernverkehr haben ihr Übriges zur schwindenden Bedeutung beigetragen – Trendsetting und Szene finden längst woanders statt.

Seit geraumer Zeit gibt es allerdings ernsthafte Bestrebungen, das Viertel aufzuwerten und den Glanz alter Tage zurückzuholen. Den Anfang einer ganzen Reihe von Maßnahmen bildete dabei der Abriss des denkmalgeschützten „Schimmelpfeng“-Hauses, an dessen Stelle das „Zoofenster“ entstehen soll. In dem knapp 118 Meter hohen Gebäude sollen Büros, Wohnungen, Einzelhandelsflächen und ein Waldorf-Astoria-Hotel platz finden. Und im Gegensatz zu anderen Planungen haben hier die Bauarbeiten bereits begonnen.

Das Zoofenster ist erst der Anfang

Unweit des Zoofensters an der Budapester Straße sollen nun auch Nägel mit Köpfen gemacht werden. Anlässlich der kürzlich zu Ende gegangenen MIPIM in Cannes stellte die Bayerische Bau und Immobilien Gruppe ihre Pläne für das unter dem Namen „Zoobogen“ bekannte und denkmalgeschützte Gebäudeensemble vor. Nachdem der städtebauliche Vertrag bereits unterzeichnet wurde, sollen nun bis Sommer 2010 die Bauanträge eingereicht werden und möglichst zeitnah mit dem Bau begonnen werden.

Geplant ist, das Große Hochhaus am Hardenbergplatz, der Zoo-Palast, das namensgebende Bikinihaus und das Kleine Hochhaus einer umfassenden Sanierung zu unterziehen. Verzichten müssen Einheimische und Touristen zukünftig auf die charakteristische Blaue Kugel, in der die Talkshow „Sabine Christiansen“ produziert wurde. Sie fällt der Sanierung zum Opfer.

Dreistellige Millionensumme soll investiert werden

Firmieren soll das Ensemble zukünftig unter dem Namen BIKINI Berlin. „Die Marke BIKINI BERLIN verleiht dem Objekt einen frischen Impuls. Mit einer Mischung aus gehobener Gastronomie, Einzelhandel, Wellness, Büros, dem Kino Zoo-Palast und einem Hotel wollen wir dem ehemaligen Zoobogen wieder den Status eines aufregenden Zentrums verleihen, den er in den fünfziger Jahren inne hatte“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bayerischen Bau und Immobilien Gruppe, Dr. Jürgen Büllesbach, den Namenswechsel.

Für eine dreistellige Millionensumme sollen 90.000 Quadratmeter Geschossfläche entstehen, von denen über 70.000 m² für eine gemischte Nutzung mit einer Konzentration auf den Einzelhandel vorgesehen sind. Das Marketingkonzept sieht dabei im schönsten Neudeutsch einen „urbanen Marktplatz vor, der sowohl etablierten Premiummarken als auch frischen, neuen Brands Raum für innovative Shop-Konzepte bietet“. Zur 125-Jahre-Kurfürstendamm-Feier im Jahr 2011 ist es aber noch nicht soweit.


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