Europa-Vergleich: Vergleichsweise günstige Mieten auf deutschen Luxusmeilen

31. März 2010 | von

Die Mieten auf Deutschlands teuersten Shoppingmeilen sind im westeuropäischen Vergleich relativ günstig, während die exklusiven Einkaufsstraßen eine hohe Dichte an ansässigen Luxuslabels aufweisen. Das ergab eine Studie des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle. Auch 2010 soll dieser Trend nicht nachlassen.

Die sogenannten Luxusmeilen in Deutschland schneiden im europäischen Vergleich in Bezug auf die Dichte von Toplabels sowie die Preise für Ladenmieten gut ab. Das ist das Ergebnis einer vom Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle durchgeführten Studie, die nun im Report „Europas Luxusmeilen im Vergleich“ veröffentlicht wurde.

So könnten sich die Renommierstraßen in deutschen Großstädten wie München, Hamburg, Berlin und Düsseldorf ohne Probleme mit denen in europäischen Nachbarländern messen.

Die Ladenflächen in Deutschlands teuersten Einkaufsmeilen konnten laut dem Report im Jahr 2009 ohne Komplikationen und zu stabilen Preisen vermietet werden. „Internationale Luxuslabels investieren weiter in ihre Standortnetzwerke und sehen die europäischen Luxus-Destinationen als Muss-Standorte. Angeführt von Königsallee und Maximilianstraße bietet Deutschland mit insgesamt fünf Luxuslagen ein international absolut wettbewerbsfähiges Angebot. Die deutschen Meilen müssen sich vor klangvollen Adressen wie der Londoner Bond Street oder der Pariser Rue Faubourg St. Honoré keineswegs verstecken. Im Gegenteil weisen sie bei vergleichsweise günstigen Spitzenmieten eine hohe Dichte an Luxuslabels auf“, so die Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle, Doris von Muschwitz.

Spitzenreiter im Rennen um die meisten internationalen Luxusmarken sei die New Bond Street in London, in der 30 von 50 von JLL definierten Top-Luxuslabels ansässig sind. Auf Platz drei und vier landeten dabei nach der Pariser Rue du Faubourg St. Honoré die Königsallee in Düsseldorf und die Münchner Maximilianstraße mit jeweils 27 renommierten Markenshops; 25 sind es auf dem Kurfürstendamm in Berlin.

Was die Mieten auf den Luxusmeilen angeht, schneidet Deutschland im europäischen Vergleich besonders gut ab: die Spitzenmieten erreichen durchweg unterdurchschnittliche Werte. Mit Ausnahme der Maximilianstraße, die bei Spitzenmieten jährlich über 3.700 Euro pro Quadratmeter erreicht, liegen laut dem Bericht von JLL alle deutschen Lagen bei Jahresmieten zwischen 2.300 und 2.800 Euro/m². Die teuersten Shoppingmeilen in Westeuropa sind mit 6.800 Euro/m² die Via Montenapoleone in Mailand, die Via Condotti in Rom mit bis zu 6.500 Euro/m² sowie die New Bond Street in London mit 6.440 Euro/m². Nur Spanien kann vergleichsweise günstige Mieten für Luxuslabels in Top-Lagen bieten.

Die Prognose von Doris von Muschwitz für 2010 ist hoffnungsvoll: „Insgesamt blicken wir für den Luxusmarkt optimistisch in das Jahr 2010. Nach einem zögerlichen ersten Halbjahr erwarten wir ab Juli 2010 wieder ein leichtes Anziehen der Flächennachfrage. Das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre wird aber so schnell nicht zurückkehren. Die Luxuslabels werden sich in 2010 auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, in Qualität und Standortnetzwerke investieren und die Produktdiversifizierung zurückstellen. Trotz Konsolidierung ist der Luxusmarkt immer in Bewegung und sorgt auf diese Weise für eine solide Flächennachfrage in den westeuropäischen Luxusmeilen.“


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