Markt für Wohnimmobilien zieht an

2. April 2010 | von

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt hält sich trotz Wirtschaftskrise recht wacker. Im zweiten Halbjahr 2009 stiegen sowohl Mieten als auch die Preise für Eigentumswohnungen, wie aus einer Studie des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) hervorgeht.

So stiegen in sieben von acht untersuchten Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Köln und Stuttgart) die angebotenen Durchschnittsmieten an. Lediglich Leipzig hinkt hier dem allgemeinen Trend hinterher. Ähnlich positiv sieht es bei den Angebotspreisen für Eigentumswohnungen aus. Diese stiegen in sechs von acht Städten.

Mit durchschnittlich 12,30 Euro/m² bleibt München weiterhin die teuerste Mieterstadt. Selbst für Münchener Verhältnisse recht günstige Stadtteile sind mit 10,90 €/m² teurer als die Angebotsmieten in den meisten anderen Großstädten. Auf der anderen Seite der Preisskala verharrt weiterhin das sächsische Leipzig. Hier stagnieren die Angebotsmieten bei weiterhin 5,00 Euro/m². Zweitgünstigste Stadt ist Berlin mit durchschnittlichen Angebotsmieten von 6,75 Euro/m². Allerdings verzeichnete die Bundeshauptstadt einen Mietanstieg von 4,7% zum Vergleichszeitraum.

„Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung auf den Wohnungsmärkten ist neben der stetig wachsenden Bevölkerung durch Zuwanderung aus strukturschwachen und ländlichen Räumen, die Zunahme vor allem von ‚jungen‘ Ein-Personen-Haushalten in Großstädten. In vier der acht untersuchten Städten liegt deren Anteil bereits über der 50 %-Marke“, analysiert Stefan Mergen, Leiter Residential Valuation Advisory Jones Lang LaSalle Deutschland, das Ergebnis. Die Singlehaushalte hätten höhere Ansprüche an Lage, Größe und Qualität des Wohnraums, was den Druck auf die Wohnungsmärkte erhöhe.

Auch auf dem Wohneigentumsmarkt bleibt München einsamer Preis-Spitzenreiter. Mit durchschnittlich 3.500 Euro kostet der Quadratmeter deutlich mehr als bei den folgenden Städten Frankfurt (2.870 Euro/m²) und Hamburg (2.750 Euro/m²). Problematisch sei hier vor allem, dass die hohe Nachfrage in diesem Bereich auf eine weiterhin geringe Bautätigkeit treffe. Zudem verschärfe die Konzentration auf hochwertigen Wohnungsbau die Lage zusätzlich, da mit hochpreisigen Angeboten eine bestimmte Klientel bevorzugt werde.

Im Rahmen der Studie analysierte Jones Lang LaSalle 226.000 Angebote für Mietwohnen sowie 95.000 Kaufangebote für Eigentumswohnungen und 3.000 Kaufangebote für Mehrfamilienhäuser in den wichtigsten deutschen Wohnimmobilienmärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Köln, Leipzig und Stuttgart.


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