Nachhaltigkeit ist Investoren und Mietern Geld wert

6. April 2010 | von

Mehr als zwei Drittel der Investoren, Bauherren und Mieter sind bereit, für nachhaltige Gebäude mehr Geld zu zahlen. Das ergab eine Studie des Unternehmensberatungsunternehmens Roland Berger unter Akteuren im Immobilienmanagement in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Bioboom kommt nicht von ungefähr: Nachhaltigkeit und die Schonung der natürlichen Ressourcen haben inzwischen einen hohen Stellenwert in Deutschland. Die oft als knauserig geltenden Deutschen sind sogar bereit, für ökologisch korrekte Waren etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Das Umweltschutzgewissen macht dabei auch nicht vor Immobilien halt: Eine große Mehrheit würde höhere Kosten für Bau und Miete akzeptieren, wenn das Gebäude nachhaltigen Standards entspricht.

Das ist insofern bemerkenswert, da Immobilien im Kampf gegen den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 eine Schlüsselrolle zukommt. Wohn- und Gewerbeimmobilien in den OECD-Staaten sind allein für 30% des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Das Bauministerium beziffert das Energie-Einsparpotential einer sanierten Wohnung gegenüber ihrem unsanierten Pendant auf 50%, was einer jährlichen Einsparung von 4 Tonnen CO2 entspricht. Angesichts Millionen energetisch schlecht oder gar nicht sanierter Wohnungen kann man sich die möglichen Effekte für Umwelt und Natur ziemlich einfach vorstellen.

Laut der Studie des Beratungsuntehmens Roland Berger sind über 70 Prozent der Bauherren, Investoren und Mieter bereit, für nachhaltige Immobilien höhere Kosten in Kauf zu nehmen. Ganz konkret würden sie für ein ressourcenschonendes Gebäude einen Aufschlag von durchschnittlich 9 Prozent akzeptieren, was in Deutschland einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 13 Milliarden Euro entspricht.

„Der Markt für nachhaltige Immobilien bietet auf allen Stufen der Wertschöpfungskette enorme Potenziale“, hebt Prof. Dr. Torsten Henzelmann von Roland Berger die Vorteile hervor. „Und das für alle Akteure – von den Projektentwicklern über die Bauindustrie bis hin zu Vermietern und Betreibern von Immobilien“, so Henzelmann weiter. Dabei stehen aber nicht nur die Vorteile im Vordergund. „Ein Viertel der Studienteilnehmer wäre sogar dann bereit, mehr zu bezahlen, wenn der ,Nachhaltigkeitszuschlag‘ höher wäre als die Einsparungen durch den niedrigeren Energiebedarf“, erklärt Roland Berger Principal Ralph Büchele.

Dementsprechend sehen knapp zwei Drittel ihre Immobilie auch als stategisches Investment, das sich aufgrund der höheren Kosten erst zu einem späteren Zeitpunkt rentieren wird. Grundlegend dabei ist auch immer die Bauqualität und der Wert der Immobilie.


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